Hausarzt-Kette

Nach «MeinArzt»-Debakel: Aargauischer Ärzteverband ist «besorgt»

Sieben Aargauer Praxen der Kette «MeinArzt» wurden plötzlich geschlossen. Patienten stehen ohne Ärzte da. Nun reagiert der Aargauer Ärzteverband mit einer knappen Medienmitteilung.

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Jürg Lareida ist Präsident des Aargauischen Ärzteverbands.

Jürg Lareida ist Präsident des Aargauischen Ärzteverbands.

Severin Bigler

Sieben von acht Aargauer «MeinArzt»-Praxen schlossen überraschend ihre Tore und liessen zig Patientinnen und Patienten ohne ihre Hausärztinnen zurück. Einige Gemeinden stehen nun sogar ohne Arztpraxis da. Auch um ihre Daten müssen sich Patientinnen und Patienten selber kümmern: Beim Betreibungsamt können sie diese abholen und stehen dafür stundenlang Schlange.

Nun reagiert der Aargauische Ärzteverband in einer knappen Medienmitteilung. Darin drückt der Präsident, Dr. Jürg Lareida, die Sorge des Verbandes über die Entwicklung in Sachen «MeinArzt» aus. Diese sei jedoch nicht überraschend. «Es zeigt sich, dass Fremdinvestoren im Gesundheitswesen gefährlich sind und dass Arztpraxen in ärztlicher Hand sein müssen.»

Weiter fordert Lareida im Namen des Ärzteverbandes, dass Bewilligungen besser abgeklärt würden. Weiter sollen die Bedingungen für freischaffende Ärzte verbessert und nicht immer weiter verschlechtert werden. Zuletzt adressiert er den Mangel an Ärzten und fordert, dass mehr ausgebildet werden sollen. (mma)