Argovia Fäscht

Sänger Dodo nach seinem Auftritt: «Das Argovia Fäscht bringt mir Glück»

«Diä Show muess wittergah!», rief Dodo, als er am Samstag die Bühne am Argovia Fäscht betrat. Das Publikum tobte. Nach seinem Auftritt verriet der Musiker der az, was für ihn der Hippie-Bus bedeutet und wieso er zum Musiklabel Sony wechselte.

Stefan Künzli
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Dodo, war das Ihr erstes Konzert am Argovia Fäscht?

Nein, vor vier oder fünf Jahren war ich schon mal hier auf dem Birrfeld. Das Argovia Fäscht bringt mir Glück. Damals regnete es vor und nach meinem Auftritt. Während ich spielte, schien die Sonne.

Was war diesmal anders?

Ich habe diesmal viele Lieder gespielt, die die Leute noch nicht kennen. Es war wie ein Test und es hat perfekt geklappt.

Haben Sie als Zürcher in Zürich schon mal vor einer solchen Kulisse gespielt.

Wir arbeiten daran. Im Rahmen meiner Hippie-Bus-Tour spielten wir im El Local. Es war ausverkauft. Immerhin 250 Leute. (lacht)

Wie war es auf der Hippie-Bus-Tour?

Mir haben noch nie so viele Leute zugewinkt. Es war wunderbar. Mir ging es um ein Gefühl, um eine Aufbruchstimmung. Ich liebe es, zu reisen, Menschen kennen zu lernen. Der Bus steht für diesen Aufbruch.

Dann steht der Hippie-Bus auch für einen Aufbruch in Ihrer Solo-Karriere?

Ja, genau. Ich habe als Produzent von Steff la Cheffe sowie Lo & Leduc grosse Erfolge gefeiert. Ich habe so viel gelernt von ihnen. Von ihrer Energie, ihrem Denken. Das hat mich enorm bereichert. Jetzt will ich es selber wissen und fokussiere auf meine Karriere.

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André Albrecht

Aufbruch markiert auch Ihr Wechsel vom Kleinstlabel Bakara zu Sony. Was kann der Major, was Bakara Music nicht kann?

Bakara hat mit Steff la Cheffe, Lo&Leduc und James Gruntz in den letzten Jahren die heissesten Acts in der Schweizer Szene hervorgebracht. Für ein Ein-Mann-Label ist das sensationell. Der Erfolg kam für den Label-Chef Martin Geiser unerwartet. Sich jetzt auch noch um mich zu kümmern, hätte ihn überfordert. Und ich bin ja auch nicht der Einfachste. (lacht) Ich bleibe als Produzent für Bakara tätig. Wir sind eine musikalische Familie. Aber ich will es als Solo-Künstler auch wissen.

Und mit Sony geht das?

Ja. Ich will mit meiner Musik möglichst viele Leute erreichen. Ich erwarte von Sony, dass mir der Weg geebnet wird. Dazu habe ich auch ein neues Team mit dem ehemaligen Bligg-Manager Alon Renner zusammengestellt. Die Welt soll meine Musik hören. Ich bin bereit.

Sie haben mit Reggae begonnen. Wird Ihre Musik jetzt poppiger?

Prinzipiell mache ich Musik, die mir gefällt, und suche eine Form, in der ich meine Botschaft transportieren kann. Reggae ist mir immer noch wichtig, aber ich verschliesse mich nicht vor neuen Einflüssen. Entweder du gehst mit der Zeit, oder du gehst mit der Zeit. Ich will mich weiterentwickeln und am Puls der Zeit bleiben. Meine aktuelle Musik ist die Summe meiner Erfahrung aus der Zusammenarbeit mit den genannten Künstlern. Dazu kommt eine Prise Rastafari und Sozialkritik. Meine Musik soll glücklich machen.