Parteitag

SVP Aargau will Franziska Roth und Alex Hürzeler im Regierungsrat

Bildungsdirektor Alex Hürzeler und Bezirksgerichtspräsidentin Franziska Roth wurden am SVP-Parteitag in Gipf-Oberfrick mit stehender Akklamation als Regierungsratskandidaten nominiert. «Franziska Roth ist eine durch und durch integre Person, auf die der Aargau stolz sein kann.»

Mathias Küng
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Regierungsratswahlen im Aargau: SVP-Parteitag
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Die Kandidaten Franziska Roth und Alex Hürzeler. Links neben Roth ihr Bräutigam, Brigadier Rolf A. Siegenthaler, im Hintergrund der frühere Regierungsrat Ernst Hasler.

Regierungsratswahlen im Aargau: SVP-Parteitag

Alex Spichale

215 SVP-Mitglieder kamen am Mittwochabend an den kantonalen Parteitag nach Gipf-Oberfrick zur Nominierung von zwei Regierungsratskandidaten:

Nicht mehr nur Bildungsdirektor Alex Hürzeler (bisher), sondern neu zusätzlich Franziska Roth, Bezirksgesrichtspräsidentin von Brugg, soll in der Regierung SVP-Sichtweisen einbringen.

In seiner Präsidialansprache machte Thomas Burgherr klar, die SVP wolle dem Wähleranteil entsprechende Verantwortung auch in der Exekutive wahrnehmen «und deshalb mit zwei sehr starken Personen antreten».

Hans Killer, früherer Nationalrat und Präsident der Findungsgruppe, sagte, der Findungsprozess habe gezeigt, wie gross das Reservoir möglicher Kandidaten in der SVP sei.

Man entschied nach langen Gesprächen mit möglichen Kandidierenden, nebst Alex Hürzeler eine zusätzliche Kandidatin vorzuschlagen, nämlich Franziska Roth.

Ein Streitgespräch auf Tele M1 habe Roth kürzlich nicht zuletzt auf Empfehlung der Findungskommission abgesagt, so Killer: Wir sind von Franziska Roth überzeugt: Sie hat klare Positionen und steht gefestigt im Leben.

«Prinzipientreue Kämpferin»

Franziska Roth sei eine durch und durch integre Person, auf die der Aargau stolz sein könne. Sie habe einen unbeirrbaren Realismus, sei eine prinzipientreue Kämpferin: «Bei ihr weiss man, woran man ist.»

Sie fühle sich dem Recht und dem Volk verpflichtet. So empfahl der frühere SVP-Grossrat Jürg Stüssi-Lauterburg die Brugger Fürsprecherin und Mutter eines 12-jährigen Buben, als Kandidatin.

Roth selbst verwies auf Missstände, deretwegen es wichtig sei, im Regierungsrat die bürgerlichen Kräfte zu stärken. Sie wurde mit stehender Akklamation auf den Schild gehoben.

Er werde von seiner Frau sehr unterstützt, sagte Alex Hürzeler vor seiner Nomination. Im Bildungsbereich habe sich seine Politik von weniger, aber verlässlichen und verkraftbaren Schritten bewährt.

Sein Leistungsausweis sei da, er wolle seine Arbeit weiterführen. Er werde sich mit aller Kraft, mit Herzblut und Verantwortungsbewusstsein einsetzen. Der Parteitag nominierte ihn ebenso mit stehender Akklamation.

Handschlagweigerung empört

Die Handschlagverweigerung von Therwil empöre zu Recht, so Burgherr in seiner Präsidialansprache: «Wer unsere Rechtsordnung nicht akzeptiert und respektiert, hat hier nichts verloren.»

Es gelte dringend, «die Zuwanderung zu begrenzen und das «Asylchaos zu korrigieren».

Im Schnellzugstempo wurden in Gipf-Oberfrick auch alle acht Abstimmungsvorlagen vom 5. Juni diskutiert.

Die SVP empfiehlt jetzt ein Nein zur neusten Asylgesetzrevision, zur Service-public-Initiative, zum bedingungslosen Grundeinkommen sowie zum Fortpflanzungsmedizingesetz. Ja sagt sie zur Milchkuh-Initiative («für eine faire Verkehrsfinanzierung»).

Auf kantonaler Ebene sagt sie Ja zur Grundbuchabgaben-Vorlage (die sie im Grossen Rat initiiert hat), umgekehrt genauso klar Nein zur Kinderbetreuungsinitiative des Lehrerverbandes sowie zum Gesetzesvorschlag des Grossen Rates.