Masseneinwanderung

Wie soll die Initiative umgesetzt werden? SVP-Politiker antworten

Wie viele Ausländer dürfen jährlich zuwandern? Soll die Zahl der Asylbwerber beschränkt werden? Und was passiert, wenn kein Schweizer für eine offene Stelle gefunden werden kann? SVP-Politiker stehen Red und Antwort.

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SVPler nehmen Stellung: Roland F. Borer, SVP-Nationalrat Solothurn, Thomas Burgherr, SVP-Präsident Kanton Aargau und SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner, Aargau.

SVPler nehmen Stellung: Roland F. Borer, SVP-Nationalrat Solothurn, Thomas Burgherr, SVP-Präsident Kanton Aargau und SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner, Aargau.

Aargauer Zeitung

Nach dem Sieg der Befürworter der SVP-Masseneinwanderungsinitiative stellt sich die Frage: Wie soll die Initiative umgesetzt werden.

Thomas Burgherr, SVP-Präsident Kanton Aargau, Ulrich Giezendanner, SVP-Nationalrat Aargau und Roland F. Borer, SVP-Nationalrat Kanton Solothurn, nehmen gegenüber «TeleM1» Stellung.

Wieviele dürfen zuwandern?

Roland F. Borer: «Das muss der Bundesrat aushandeln. Es sollen so viele Ausländer in die Schweiz kommen, wie wir brauchen.»

Ulrich Giezendanner: «Ich glaube, die Zuwanderung wird in etwa bei 40'000 liegen. Wenn die Bedürfnisse höher liegen, müssen wir das prüfen.»

Thomas Burgher: «Das kann bei 30'000, 40'000 oder 50'000 liegen. Ich will mich nicht festlegen. Das soll die Wirtschaft bestimmen.»

Soll auch die Zahl der Asylbwerber beschränkt werden?

Roland F. Borer: «Für Flüchtlinge, welche die Schweiz kommen, um hier tätig zu werden oder von den Sozialsystemen zu profitieren, werden wir keinen Platz mehr haben.»

Ulrich Giezendanner: «Das hat nichts miteinander zu tun. Das darf man nicht vermischen, das wäre unfair.»

Thomas Burgherr: «Auf jeden Fall. Das müssen wir einschränken.»

Was, wenn kein Schweizer für eine offene Stelle gefunden werden kann und die Kontingente ausgeschöpft sind?

Roland F. Borer: «Es braucht eine wirtschaftsverträgliche Lösung. Aber auch eine Lösung, welche unser Land vertragen kann.»

Ulrich Giezendanner: «Wenn man keine Schweizer findet, dann findet sich im Rahmen der Kontingente eine Lösung. Das ist gar kein Problem.»

Thomas Burgherr: «Der Initiativtext ist offen formuliert. Es braucht eine wirtschaftsfreundliche Lösung.»