Oberentfelden

Kippte der Lieferwagen auf der A1 um, weil der Chauffeur schlief?

Bei Oberentfelden kippte am frühen Donnerstagmorgen ein Lieferwagen mit Anhänger um und blockierte auf der Autobahn A1 die beiden Fahrstreifen auf der Strecke Bern nach Zürich. Die Folge ist ein Monsterstau von über zehn Kilometern Länge

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Unfall auf der A1 bei Oberentfelden

Unfall auf der A1 bei Oberentfelden

Kapo AG

Der von einem 29-jährigen Mann gelenkte Iveco-Lieferwagen mit Anhänger war auf der A1 in Richtung Zürich unterwegs. Um 6.15 Uhr kam die Komposition plötzlich rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Randleitplanke. Schleudernd überquerte der Anhängerzug darauf die Fahrbahn und kollidierte dann noch mit der Mittelleitplanke. Dabei kippten Zugfahrzeug und Anhänger und blieben auf der Fahrbahn liegen.

Unfall auf der A1 bei Oberentfelden

Unfall auf der A1 bei Oberentfelden

Kapo AG

Der Lenker blieb unverletzt. An den Fahrzeugen sowie an den Leitplanken entstand aber beträchtlicher Sachschaden.

Fahrstreifen blockiert

Die havarierte Komposition blockierte beide Fahrstreifen und liess einzig auf dem Pannenstreifen eine schmale Lücke offen.

In Kürze waren mehrere Patrouillen der Kantonspolizei auf der Unfallstelle. Mit tatkräftiger Unterstützung mehrerer Lastwagenchauffeure und eines Patrouillenfahrzeuges der Kantonspolizei gelang es, den Anhänger soweit zu verschieben, dass auch der Schwerverkehr die Unfallstelle einstreifig passieren konnte.

Im dichten Berufsverkehr bildete sich aber sofort eine längerer Stau. Dieser reichte zeitweise bis nach Oftringen zurück, was einer Länge von über zehn Kilometern entspricht. Die recht aufwändige Bergung war kurz nach acht Uhr abgeschlossen. Die Verkehrslage normalisierte sich allerdings erst gegen neun Uhr.

Chauffeur eingeschlafen?

Die genaue Unfallursache ist noch unklar. Im Vordergrund der Ermittlungen steht, dass der Lenker eingeschlafen sein könnte. Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben über den Unfallhergang oder die Fahrweise des Lieferwagens machen können.

Die Kantonspolizei verzeigte den 29-Jährigen und nahm ihm den Führerausweis ab. (rsn)