Lenzburg

98 Kandidaten aus 8 Parteien bewerben sich für 40 Einwohnerratssitze

Noch nie sassen Vertreter von 8 Parteien im Einwohnerrat. 2014 kann dies jedoch passieren, denn für die Wahlen vom 24. November bewerben sich 98 Kandidaten aus 8 Parteien für die 40 Sitze.

Fritz Thut
Drucken
Teilen
Der Einwohnerrat Lenzburg (Archiv)

Der Einwohnerrat Lenzburg (Archiv)

Seit gestern liegen die von den Parteien bereinigten Kandidatenlisten vor. Erstmals beteiligen sich 8 Parteien an den Wahlen fürs seit 42 Jahren bestehende Stadtparlament. Neu hat auch die Bürgerlich-demokratische Partei (BDP) eine Liste eingereicht. Sie weist allerdings lediglich zwei Namen auf.

Nur die SP mit 20 Kandidaten

Auch den traditionellen und den in Lenzburg etablierteren Parteien ist die Kandidatensuche nicht einfach gefallen. Von den drei grossen Parteien ist es lediglich den Sozialdemokraten gelungen, die eigentlich anzustrebende Zahl von 20 Kandidaten zu rekrutieren. So kann der treue Parteiwähler alle Linien mit «eigenen» Namen auffüllen.

Die SVP tritt mit 18 Personen an, die FDP mit 17. Gemessen an der bisherigen Vertretung im Einwohnerrat haben sich die EVP und die Grünliberalen mächtig ins Zeug gelegt und präsentieren je 13 Kandidaten. Die CVP tritt mit 10 Personen an, die Grünen mit 5.

Zwei treten nicht mehr an

Auffällig ist die Tatsache, dass von aktuellen 40 Mitgliedern im Einwohnerrat deren 38 wieder kandidieren. Nicht mehr antreten werden Urs Egloff (CVP) und – wie schon länger angekündigt – Roger Strozzega (FDP). Der aktuell «höchste Lenzburger» zieht sich nach seinen zwei Präsidialjahren aus der aktuellen Politik der Einwohnergemeinde zurück.

Diese Konstellation bedeutet, dass bei den fünf Parteien SVP, SP, Grüne, EVP und GLP die neuen Kandidaten einen Bisherigen aus dem Rat drängen müssten, wenn die Partei nicht mindestens einen Sitz dazugewinnen sollte. Doch die Möglichkeit einer Blutauffrischung für die Amtsperiode 2014 bis 2017 ist gleichwohl gegeben, denn im Gegensatz zu Wahlen auf kantonaler und eidgenössischer Ebene zählt der Bisherigen-Bonus bei kommunalen Wahlen weniger, wie überraschende Abwahlen in den letzten Jahren gezeigt haben.

Von 18 bis 72 Jahren

Die 98 Kandidaten decken nicht nur das ganze politische Spektrum, sondern auch verschiedene Altersbereiche ab: Vom 72-jährigen Betriebswirt Eckart Siebel (GLP) bis zu zwei 18-jährigen Kantonsschülerinnen bei der EVP reicht hier die Spanne.