Dürrenäsch

Das Korki-Areal verdient besondere Aufmerksamkeit

Das neue Ortsplanungsleitbild bildet die Grundlage für die Entwicklung des Dorfes. An einem Info-Abend wurde orientiert; nun läuft das Mitwirkungsverfahren.

Sibylle Haltiner
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Angeregt diskutierten die Dürrenäscher über den Zonenplan.

Angeregt diskutierten die Dürrenäscher über den Zonenplan.

Dürrenäsch blickt in die Zukunft. Wie soll das Dorf wachsen? Wo kann gebaut werden, welche Böden braucht die Landwirtschaft? Um wie viel wird die Bevölkerung steigen und wie kann die Verkehrsanbindung verbessert werden? Diese Fragen und noch viele mehr stellte sich eine zehnköpfige Kommission, die durch zwei Fachleute der Firma Planar AG, Zürich, unterstützt wurden. Diese Woche konnte der Gemeinderat der Bevölkerung das Ortsplanungsleitbild präsentieren.

Rund 80 Personen besuchten die Infoveranstaltung. «Heute erfahren Sie aus erster Hand alles über den Meilenstein zur Gesamtrevision des Nutzungsplans», erklärte Gemeindeammann Markus Boos, der sich über das grosse Interesse am Leitbild freute. Nach einem kurzen Einführungsreferat durch den Planer Thomas Vonrufs konnten sich die Besucher anhand von Infotafeln über das Leitbild informieren und mit Mitgliedern der Planungskommission diskutieren.

Angeregt sprachen die Dürrenäscher miteinander über die Ziele und Massnahmen, welche im Leitbild aufgeführt sind. Sie beugten sich über Ortspläne und studierten die Lage der verschiedenen Zonen. Das Dorf und seine Zukunft standen im Vordergrund, die erst vor wenigen Tagen abgelehnte Mehrzweckhalle war kein Thema mehr.

Mitwirkung erwünscht

Sechs Bereiche umfasst das Ortsplanungsleitbild: Siedlungsentwicklung, Ortsbild, Wirtschaft, Gesellschaft, Natur und Landwirtschaft sowie Mobilität und Umwelt. Ein moderates Wachstum ist vorgesehen, zurzeit liegt die Einwohnerdichte weit unter dem kantonalen Mittel. Neues Bauland kann zwar nicht eingezont werden, allerdings gibt es brachliegende Baulandreserven. Andererseits soll Dürrenäsch seinen dörflichen Charakter behalten. Auch die ökologische Vielfalt wird im Leitbild erwähnt; sie soll erhalten und die Natur weiter vernetzt werden.

Beim Ortsbild gilt dem mitten im Dorf liegenden Korki-Areal ein besonderes Augenmerk. Ein Nutzungsmix wird angestrebt, die Entwicklung wird durch eine Gestaltungsplanpflicht gelenkt. Das Leitbild dient nun als Grundlage für die Revision des Bauzonen- und Kulturlandplanes sowie der Bau- und Nutzungsordnung.

Bis zum 12. April läuft das öffentliche Mitwirkungsverfahren, in welchem sich die Bevölkerung schriftlich zum Leitbild äussern kann. Die Verantwortlichen hoffen auf eine rege Teilnahme. «Falls jemand etwas zum Entwicklungsprozess zu sagen hat», meinte der Bauverwalter Reto Müller, «dann wäre es wichtig, wenn er sich jetzt meldet und nicht erst später durch Einsprachen.» Wenn alles läuft wie vorgesehen, sollen die Planungsinstrumente an der Winter-Gmeind 2016 genehmigt werden.