Sanierung Bachstrasse

Der Einwohnerrat ist gegen die projektierte Einengung

Die Bachstrasse auf dem Abschnitt zwischen der Aavorstadt und der Oberen Mühle muss saniert werden. Dies war in der Einwohnerratsdebatte unbestritten. Der Stadtrat hat für die Anpassung einen Betrag von 275 000 Franken beantragt.

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Die Bachstrasse Lenzburg aus der Aavorstadt aus.

Die Bachstrasse Lenzburg aus der Aavorstadt aus.

Chris Iseli

Von einer Einengung wollten die Einwohnerräte nichts wissen. Sie genehmigten die Sanierung der Bachstrasse ohne Halbinsel.

Die Bachstrasse auf dem Abschnitt zwischen der Aavorstadt und der Oberen Mühle muss saniert werden. Dies war in der Einwohnerratsdebatte unbestritten. Der Stadtrat hat für die Anpassung auf einer Strecke von rund 260 Metern einen Betrag von 275 000 Franken beantragt.

Die gleichzeitige Aufwertung eines angrenzenden Sitzplatzes war unbestritten, doch gegen die künstliche Einengung auf Höhe der Oberen Mühle, markiert mit einem neu gesetzten Baum und einem Biene-Maja-Pfosten, gab es Opposition.

Brigitte Vogel (SVP) als Sprecherin der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission (GPFK) hielt mit einem Augenzwinkern fest: «Grundsätzlich ist man nicht gegen Bäume und man unterstützt Baumpflanzungen, aber: Definitiv nicht an dieser Stelle.»

Die von den Planern vorgeschlagene Strasseneinengung als Massnahme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sei hier eher kontraproduktiv, fuhr Vogel fort: «Eine Mehrheit der GPFK-Mitglieder beurteilt die Situation für Velofahrer bei der Verengung sogar als sehr gefährlich.»

Die im Tempo-30-Gebiet liegende Bachstrasse könne in diesem Bereich «gemeinhin nicht als Raserstrecke betitelt werden». Die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit sei mit andern Mitteln sicherzustellen. Als Variante regte man die Markierung eines Fussgängerstreifens an, was im Bereich von Altersheimen ausnahmsweise ja auch auf Tempo-30-Strassen erlaubt sei.

Die GPFK sprach sich mit 6 zu 3 Stimmen für die Weglassung der projektierten Verkehrs-Halbinsel aus und der Rat schloss sich nach intensiver Diskussion mit 22 zu 15 Stimmer diesem Antrag an. (tf)