Kreisschulverband Lotten

Drei Schulgemeinden wollen wieder getrennte Wege gehen

Das Ja zum Schulmodell 6/3 gab den Ausschlag, dass Hunzenschwil, Rupperswil und Schafisheim im Juni über die Auflösung des Kreisschulverbandes Lotten abstimmen. Vor zehn Jahren wurde er ins Leben gerufen.

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Das sagen die Ammänner von Hunzenschwil, Schafisheim und Rupperswil zur Auflösung des Kreisschulverbandes Lotten
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Rudolf Hediger, Ammann aus Rupperswil «Uns liegt das Wohl der Kinder am Herzen.»
Adolf Egli, Ammann aus Schafisheim «Bereits heute gehen rund zwei Drittel der Oberstufe auswärts zur Schule. Dadurch fällt der Entscheid leichter.»

Das sagen die Ammänner von Hunzenschwil, Schafisheim und Rupperswil zur Auflösung des Kreisschulverbandes Lotten

AZ

Alle drei Gemeinden servieren den Gmeinden Lösungsvorschläge: Die Schüler aus Hunzenschwil sollen künftig nach Lenzburg gehen. Dafür bezahlt die Gemeinde den Lenzburgern eine einmalige Einkaufssumme von etwa 503000 Franken.
Die Behörde aus Schafisheim hat gleich zwei Lösungen parat: Schulstandort Lenzburg oder Seon, wobei der Gemeinderat eine Auslagerung ins Städtchen Lenzburg priorisiert: Zwar seien die Infrastrukturkosten für die Auslagerung nach Lenzburg höher als nach Seon. In Lenzburg würden jedoch tendenziell tiefere Lehrerkosten pro Schüler erwartet. Die Einkaufssumme nach Lenzburg beträgt 107000 Franken, Seon verlangt keine.
Adolf Egli Gemeindeammann aus Schafisheim bevorzugt den Standort Lenzburg, dabei zieht er Vergleiche zur Bez: «Die «Schofiser» Schüler konnten immer wählen, wo sie hingegen wollen, ob nach Lenzburg oder nach Seon. Schüler die nach Seon gegangen sind, sagen heute noch, dass für sie nur Seon infrage komme, diejenigen, die in Lenzburg waren, würden wiederum dorthin gehen.» Bemerkenswert sei, dass momentan alle Schüler die Bezirksschule in Lenzburg besuchen. «Dort herrscht ein grösseres Wählerfachangebot.»
Die Rupperswil schlagen einen anderen Weg ein: Sie wollen ihre Oberstufenschüler nach Möriken-Wildegg schicken. Dafür bezahlen sie ein hübsches Einkaufssümmchen von sechs Millionen Franken. Zwar müssen die Wildegger erst noch Schulräumlichkeiten generieren, doch ist die Auflösung des Kreisschulverbandes Lotten erst auf 2014/15 geplant.
Natürlich müssen alle drei Gemeinden für die neuen Schulstandorte jährliche Schulgelder entrichten, die laut Gmeindsvorlagen nach kantonaler Vorlage berechnet werden.
In der Auslagerung der Oberstufe sehen alle drei Gemeinden den gleichen Vorteil: Eine Konzentration auf einen Schulstandort. «Die Fakten und die Zukunft unseres Bildungswesen sprechen allgemein für die Auslagerung», sagt etwa Adolf Egli aus Schafisheim. «Pädagogisch, schulorganisatorisch und finanziell ist es sinnvoll und zukunftsgerichtet unsere Oberstufen an einen bestehenden Bezirksschulstandort auszulagern.»
Zu wenig Schulraum
Die Gemeinderäte der Lottengemeinden haben die Firma Metron mit der Schulraumplanung beauftragt. Verschiedene Varianten möglicher Standortaufteilungen wurden dabei ausgearbeitet. Mit dem neuen Modell 6/3 seien die Schulräumlichkeiten in keiner der drei Lottengemeinden ausreichend. «Um die Kreisschule Lotten an einem Standort oder an zwei oder drei Standorten unterbringen zu können, müssen Neubauten erstellt werden, fasst die Behörde zusammen. Nur gerade in Schafisheim stünde ein Areal zur Verfügung, das erlaube, die Oberstufe der Kreisschule Lotten zusammenzuführen.
Das Fazit der Behörden: «Die beste Lösung aus Sicht der Wirtschaftlichkeit ist die Auslagerung der gesamten Oberstufe an externe bestehende Standorte.»