Lenzburg

Eltern werden wohl mehr an Kita bezahlen müssen

Die Motion von SVP/BDP zur familienergänzenden Kinderbetreuung löste im Einwohnerrat eine lebhafte Diskussion aus.

Ruth Steiner
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Viele Kleinkinder gehen vor ihrer Einschulung in die Kita oder werden teilweise von einer Tagesmutter betreut. (Symbolbild)

Viele Kleinkinder gehen vor ihrer Einschulung in die Kita oder werden teilweise von einer Tagesmutter betreut. (Symbolbild)

KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Wie erwartet drehte sich die Debatte an der Einwohnerratssitzung in Lenzburg gestern Abend vor allem um ein Thema, nämlich die städtischen Subventionen an die externe Kinderbetreuung. In einer Motion hatten SVP/BDP verlangt, dass die Tarifstrukturen für die familienergänzende Kinderbetreuung angepasst werden und der städtische Beitrag jährlich auf 300 000 Franken limitiert wird. Für das laufende Jahr hat Lenzburg 440 000 Franken budgetiert.

In Anbetracht dessen, dass der Stadtrat voraussichtlich bereits an der Sitzung im Juni ein neues Kinderbetreuungsreglement unterbreiten wird, zogen SVP/BDP die Motion nach einer angeregten Diskussion zurück. Zuvor hatten sie sich nochmals gegen eine Luxuslösung bei der Kinderbetreuung ausgesprochen. Diese würde nur zu neuen Kosten führen, hatte Sprecherin Myrtha Dössegger in der Eintretensdebatte nochmals unterstrichen. Stadträtin Heidi Berner warnte anschliessend vor rigorosem Sparen.

«Es zeichnet sich ab, dass der Bedarf an Vorschulbetreuung in Lenzburg zunehmen wird.» Die staatliche Unterstützung der familienexternen Kinderbetreuung wurde von rechts bis links nicht infrage gestellt. Die Parteien präsentierten jedoch unterschiedliche Überlegungen, wie die Subventionen künftig berechnet werden sollen. Dabei war allen klar, dass der heutige Berechnungsparameter nicht aufrechterhalten werden kann. «Die Kosten dürften nicht ins Unermessliche steigen», verlangte Heiner Cueni (FDP). Bea Taubert (SP) hielt entgegen, dass «das breite Angebot an Kinderbetreuung in Lenzburg mit fast allen Mitteln erhalten werden muss».

Die übrigen Traktanden wurden diskussionslos gutgeheissen. Dazu gehörte ein Verpflichtungskredit von 496 000 Franken für die Erarbeitung des Generellen Entwässerungsplans (GEP), 2. Generation. An den Kosten wird sich der Kanton mit rund 70 000 Franken beteiligen. Der Kredit für die Sanierung der Bachstrasse Abschnitt Süd (Aavorstadt bis Obere Mühle) konnte mit 240 000 Franken um 12,6 Prozent unter Budget abgerechnet werden. Die Erschliessung der Widmi kostete mit 540 000 Franken gar 21,6 Prozent weniger als budgetiert.

Zu Beginn der Sitzung waren zwei neue Einwohnerräte in Pflicht genommen worden. Für die CVP Alexandre Mai anstelle der in den Grossrat gewählten Sabine Sutter-Suter. Die FDP schloss die Vakanz von Jürg Haller mit Urs Willener. In der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission (GPFK) nimmt Immobilienmanager Daniel Blaser (CVP) Einsitz.