Rupperswil

Lager für orientalische Esswaren: «Asil Frisch und Food» zieht ins Prodega-Gebäude

Das Prodega-Gebäude vermietet Büro- und Lagerräume. Ein türkischer Esswarenhändler will nun dort einziehen. Es fehlt nur noch ein grosses Kühllager — das Baugesuch liegt bis zum 19.Februar auf.

Michael Küng (Text und Foto)
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Das Prodega-Gebäude an der Aarauerstrasse 1600.

Das Prodega-Gebäude an der Aarauerstrasse 1600.

Michael Küng

Rupperswil bekommt ein neues KMU. Nachdem der Schönenwerder Verlag Tomato Products GmbH vor drei Jahren den Rupperswiler Verlag Bandschapp übernommen hat, wurde dieser in Schönenwerd integriert. «Weil wir bei uns in Schönenwerd genug Platz hatten, hat sich diese günstigere Lösung angeboten», sagt Tomato-Geschäftsführer Thomas Buss.

Damit sind nun im hintersten Teil des grossen Prodega-Gebäudes an der Aarauerstrasse 1600 Quadratmeter Lager- und Büroräume zu vermieten. Interesse hat der türkische Esswarenhändler Asil Frisch und Food, der aktuell in Regensdorf untergebracht ist.

Fünftes Lagerhaus in neun Jahren

Das Unternehmen mit sechs bis sieben Mitarbeitern beliefert laut einem Sprecher in der ganzen Schweiz rund 200 kleine Läden, die sich auf orientalische und balkanische Esswaren spezialisiert haben. Dazu kommen ein paar Tankstellen, die die beiden Aussendienstler der Firma ansteuern.

300 Produkte umfasst das Sortiment des türkischen Esswarenhändler Asil Frisch und Food.

Das weite Kundennetz und der Wunsch nach Platz für Wachstum führten das kleine Unternehmen nach Rupperswil. «Der Verkehr in Regensdorf führte zu vielen Verspätungen bei Auslieferungen. Auf der Suche nach einer Alternative sind wir dann in Rupperswil fündig geworden. Der nahe Autobahnanschluss ist ideal für uns», sagt der Sprecher. «Dank der guten Verkehrslage können wir in Zukunft auch Kunden im Wallis beizeiten erreichen.»

Das Sortiment von Asil Frisch umfasst über 300 Produkte. Lieferanten sind etwa die in Deutschland auf Halal-Produkte spezialisierten Nahrungsmittelhändler Demka und Egetürk. Weitere Lieferungen kämen aber auch aus Dänemark oder Holland nach Rupperswil. Für den Start im Prodega-Gebäude fehlt jetzt noch die Baubewilligung für ein grosses Kühllager. Wenn alles klappt, werden dort statt Glückwunschkarten bald Weichkäse und Knoblauchwurst eingelagert.

Und um Missverständnissen vorzubeugen: «Einen Rampenverkauf wird es nicht geben, die Räume dienen ausschliesslich der Lagerung», sagt der Sprecher. Bleibt zu hoffen, dass das Unternehmen auch bleibt: Seit der Gründung im Jahr 2009 steht bei Asil Frisch und Food nun bereits der vierte Umzug an.

«Das Unternehmen ist seit dem Anfang stets gewachsen. Aktuell haben wir in Regensdorf Lagerräume mit ungefähr 300 Quadratmetern. In dem neuen Lager in Rupperswil hätten wir auf einen Schlag fünfmal mehr Platz. Wir sind also zuversichtlich, dass wir in Rupperswil länger bleiben werden», sagt der Sprecher von Asil Frisch und Food.

Froh ist man auch bei Transgourmet, dem Besitzer von Prodega: «Wir freuen uns, mit Asil Frisch und Food eine Absichtserklärung unterzeichnet zu haben und hoffen natürlich, in den leerstehenden Räumen nun bald wieder einen Mieter empfangen zu können», sagt ein Transgourmet-Sprecher.