Region

«Lebensraum» setzt mit Crowdfunding auf einen Trend

Mit moralischer und ideeller Unterstützung lanciert der Gemeindeverband «Lebensraum Lenzburg Seetal» ein Crowdfunding-Projekt für die Region. Nach langer Diskussion entschied man sich dazu dass man diese Chance packen will.

Fritz Thut
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Crowdfunding-Plattformen gibt es im Internet schon zahlreiche. Solche, die auf bestimmte Bereiche wie beispielsweise Sport, Kultur oder Start-ups ausgerichtet sind. Aber es gibt noch keine, die sich auf die Region Lenzburg-Seetal ausrichtet.

Crowdfunding-Plattformen gibt es im Internet schon zahlreiche. Solche, die auf bestimmte Bereiche wie beispielsweise Sport, Kultur oder Start-ups ausgerichtet sind. Aber es gibt noch keine, die sich auf die Region Lenzburg-Seetal ausrichtet.

Die Gemeindevertreter des «Lebensraums» setzen auf die Stärke des Schwarms und damit voll auf einen Trend innerhalb der virtuellen Welt.

Der neudeutsche Begriff Crowdfunding steht für eine neue Art der Projektfinanzierung: Im Internet sucht man Spender für das eigene Vorhaben. Da die Kosten nahezu beliebig aufgesplittet werden können, braucht es viele, viele Investoren. Die deutsche Übersetzung «Schwarmfinanzierung» trifft die Übungsanlage gut.

Wird der angestrebte Betrag nicht erreicht, erhalten alle, die einen Anteil gespendet haben, ihr Geld vollumfänglich zurück.

Input von «Hypi»

Crowdfunding-Plattformen gibt es im Internet schon zahlreiche. Solche, die auf bestimmte Bereiche wie beispielsweise Sport, Kultur oder Start-ups ausgerichtet sind. Aber es gibt noch keine, die sich auf die Region Lenzburg-Seetal ausrichtet.

Diese Marktlücke hat man bei der Hypothekarbank Lenzburg erkannt. Die «Hypi» als Premiumpartner des «Lebensraums Lenzburg Seetal» (LLS) ist mit einem entsprechenden Vorschlag an die Gemeindeorganisation herangetreten.

Während die Bank Know-how und den allergrössten Teil der Ressourcen zur Verfügung stellt, sollen der LLS und die angeschlossenen Gemeinden die Plattform ideell unterstützen und Kontakte zu Projektträgern herstellen.

An der Vorstandssitzung in Hunzenschwil diskutierten die Gemeindevertreter lebhaft über Vorteile und mögliche Gefahren (Abhängigkeiten). Bald kristallisierte sich jedoch heraus, dass man diese Chance packen will.

Einstimmige Unterstützung

«Was passiert im Krisenfall?» «Wo werden die Daten gespeichert?» «Welche Kriterien gelten für Projekte, die angemeldet werden?» Auf diese und weitere Fragen lieferte André Renfer, Chef Services und Kontaktperson bei der «Hypi», derart überzeugende Antworten, dass in der Schlussabstimmung die Gemeindevertreter dem Projekt ohne Gegenstimmen und Enthaltungen zustimmten.

Diese ungeteilte Unterstützung freute auch den LLS-Geschäftsführer Jörg Kyburz: «Ich bin überzeugt, dass diese Plattform einen spürbaren Mehrwert für die Region ergibt.»

Bevor jedoch die Musikgesellschaft für die Neuuniformierung, der Jassclub für den nächsten Ausflug oder die Kita-Verantwortlichen für neues Mobiliar den Schwarm um Geld bitten können, dauert es noch ein Weilchen. Obwohl schon nächste Woche die nächste Sitzung anberaumt ist, rechnet man mit dem operativen Start erst gegen Mitte des nächsten Jahres.