Lenzburg

Lenzburg im Magen oder aus Holz?

Der Verein Pro Lenzburg ist überwältigt: Über 60 Ideen für ein Souvenir wurden eingereicht.

Janine Gloor
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Die Lenzburger Farben sind in vielen Souvenir-Entwürfen vorherrschend. ZVG

Die Lenzburger Farben sind in vielen Souvenir-Entwürfen vorherrschend. ZVG

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Thomas Schneider war nicht sicher, ob sich überhaupt genügend Leute am Wettbewerb beteiligen würden. Der Verein Pro Lenzburg sucht ein Souvenir für die Stadt, die eingereichten Projekte konnten beim Tourismusbüro abgegeben werden. «Als ich mit dem Auto dorthin fahren musste, um alles einladen zu können, war ich überrascht», sagt der Inhaber des Augentreffs Schneider.

Mehr noch, hocherfreut sei er gewesen. «Die Aktion ist ein Riesenerfolg. Wir möchten allen danken, die so viel Zeit und Energie in ihr Projekt gesteckt haben», sagt Schneider. 33 Vorschläge für ein Lenzburger Souvenir sind noch bis Ende März in den Schaufenstern des Augentreffs ausgestellt. Nun liegt die Macht beim Volk. Vor dem Geschäft steht eine Urne, dort kann mit Teilnahmekarten für das Lieblingsprojekt abgestimmt werden. Auch via SMS werden Stimmen entgegengenommen, die Anleitung findet sich auf der Website von Pro Lenzburg.

Die Kriterien für die Souvenirvorschläge waren klar vorgegeben: Die Herstellung darf nicht mehr als 20 Franken kosten, das fertige Souvenir muss in einer Hand getragen werden können. Und es muss kreativ sein. So fielen einige Entwürfe schon bei der ersten Qualitätskontrolle durch. Geblieben sind 33 Vorschläge, deren Hersteller sich auf verschiedene Arten mit Lenzburg auseinandergesetzt hatten. Einige wählten den Weg durch den Magen: Lenzburger (Vorhänge-)Schloss aus Schokolade, Schlossgeist-Tee und süsse Kanonenkugeln.

Andere Wettbewerbsteilnehmer bewiesen viel Geschick verewigten die Silhouette von Schloss Lenzburg auf Holz in einem Schneidebrett oder auf einem Kleiderbügel. Ein filigranes Windlicht, ebenfalls detailgetreu die Umrisse des Schloss nachbildend, steht aus Karton im Schaufenster, soll aber mit Alu in Produktion gehen. Die Grenzsteine der Stadt wurden auch neu interpretiert. Tierisch wird es bei einer hölzernen Fauchi-Figur und mit einem blauen, kugelrunden Plüschtier mit Ohren: das «Lenzburger Wappentier» als Türstopper.

Grosses Interesse an Ideen

«Es wird sehr schwierig sein, aus diesen Eingaben einen Sieger zu prämieren», sagt Thomas Schneider. Zumal auch verschiedene Bereiche vertreten seien. «Manche Vorschläge richten sich an Kinder, andere an den Genuss, einige sind allgemeiner gehalten.» Thomas Schneider freut sich über das Interesse der Bevölkerung. «Es bleiben sehr viele Leute vor den Schaufenstern stehen. Auch abends, wenn das Geschäft geschlossen hat, hält manchmal noch jemand an, um einen Blick reinzuwerfen», sagt er.

Aus den zehn Vorschlägen mit den meisten Stimmen wählt eine Fachjury Mitte April drei Favoriten aus. Das Siegerprojekt wird an der GV von Pro Lenzburg, die voraussichtlich im Juni stattfindet, gekürt.