Lenzburg
Stadtrat klärt ab, ob sich in der Wilmatten eine Mittelschule realisieren lässt

Kantonsschule und Verwaltungszentrale sind Schwerpunkte in der Agenda der Exekutive in diesem Jahr.

Ruth Steiner
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Das Freiraum- und Landschaftsentwicklungskonzept (FLEK) will den Aabachraum als Naherholungsgebiet weiter aufwerten.

Das Freiraum- und Landschaftsentwicklungskonzept (FLEK) will den Aabachraum als Naherholungsgebiet weiter aufwerten.

Chris Iseli/Az / LZB

Was der «Schlossgeist» am 28. Januar in dieser Zeitung kolportierte, entspricht einer handfesten Tatsache: Das Gebiet Wilmatten ist als alternativer Standort für eine Mittelschule in Lenzburg im Gespräch. Eingebracht von einem engen Kreis um Alt-Stadtrat Max Werder. Werder hatte zuvor das als unbestritten erachtete alte Zeughaus-Areal als Kanti-Standort an der Ortsbürgergemeindeversammlung im Dezember 2020 in Frage gestellt. Eher überraschend war sein Rückweisungsantrag angenommen worden.

«Der Stadtrat wird die Idee Wilmatten prüfen und hat vertiefte Abklärungen in Auftrag gegeben»,

erklärte Stadtammann Daniel Mosimann gestern auf Anfrage. Wie realistisch eine Wilmatten-Lösung tatsächlich ist, wird sich weisen. Bereits jetzt ist klar, dass sie unvereinbar sein dürfte mit dem Freiraum- und Landschaftsentwicklungskonzept (FLEK), das der Stadtrat im Dezember 2016 präsentiert hat. Im separat erarbeiteten Masterplan für die Entwicklung des Aabachraums hat das Gebiet Aabach-Wilmatten grosse Bedeutung als Naherholungsgebiet. Das FLEK wurde im Zusammenhang mit der laufenden Revision der Bau- und Nutzungsordnung erarbeitet. Eine Mittelschule nach Lenzburg zu holen, hat der Stadtrat als einen von zwei Schwerpunkten das Jahr 2021 gesetzt.

In diesem Jahr in der Agenda des Stadtrats ebenfalls hoch oben auf der Prioritätenliste steht die Realisation der Verwaltungszentrale im Hünerwadelhaus. Nachdem der Einwohnerrat den Projektierungskredit im letzten Herbst zurückgewiesen hat, soll das Projekt nun in Etappen aufgeteilt weitergeführt werden. Vorrang habe dabei die Neuausrichtung der Informatik, schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung. Das bisher unter dem Namen «Lenzburg21» geführte Projekt wurde umgetauft und läuft nun unter «Lenzburg Move» weiter.

Das als neue Verwaltungszentrale vorgesehene Hünerwadelhaus steht seit der Schliessung der KV-Schule im letzten Sommer leer. Nun soll es zwischengenutzt werden. Der Stadtrat spricht von einem Zeithorizont von «zwei bis drei Jahren». Bereits ist festgelegt, dass ab Sommer die Tagesstrukturen vorübergehend dort untergebracht werden.