NAB-Award

Noch drei Frauen können Aargauerin des Jahres werden

Die Aargauer Bevölkerung hat entschieden: Drei Frauen kämpfen nächsten Samstag um den ersten NAB-Award. Bei der Abstimmung im Internet erhielten Karin Bertschi, Claire Hoerdt und Erika Hunziker am meisten Stimmen. Die Männer gehen leer aus.

Marco Wölfli
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Karin Bertschi, Claire Hoerdt und Erika Hunziker heissen die drei Finalistinnen bei der Wahl zur Aargauerin des Jahres. Damit haben alle nominierten Frauen den Finaleinzug geschafft. Bis gestern konnte im Internet und per SMS abgestimmt werden. Nächsten Samstag stehen die drei Frauen im Rampenlicht, wenn eine von ihnen zur Aargauerin des Jahres gekürt wird. Die 1200 geladenen Gäste in Wettingen bestimmen nächsten Samstag an der Gala, welche von ihnen den NAB-Award erhält.

Drei Frauen aus unterschiedlichen Berufsgattungen

Mit Bertschi, Hoerdt und Hunziker kämpfen drei unterschiedliche Frauen um den Titel. Die 21-Jährige Karin Bertschi aus Leimbach ist die Gründerin und Geschäftsführerin des Recycling-Paradies in Reinach. Durch die elterliche Bertschi Mulden + Container Transporte AG war Karin Bertschi mit der Branche bereits vertraut. Mit dem Recycling-Paradies wollte sie entsorgen zu einem Erlebnis machen. «Es geht mir darum, dass auch Mütter mit Kindern ohne Hemmungen zu uns kommen», sagt sie. Seit das Recycling-Paradies im März 2010 eröffnet wurde, kamen bereits über 650 Schülerinnen und Schüler nach Reinach, um sich über Recycling zu informieren.

Claire Hoerdt gab über 100 Kindern ein Zuhause

Durch das Haus von Claire Hoerdt in Othmarsingen gingen in den letzten drei Jahrzehnten über 100 Kinder und Jugendliche. Meist stammten die Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen. Bei Hoerdt fanden sie Geborgenheit und Struktur. Nun möchte Hoerdt in den Ruhestand gehen. Falls sie am Samstag zur Aargauerin des Jahres gewählt wird, ist es aber gut möglich, dass die Ruhe in ihrem Leben noch ein bisschen warten muss.

Hunzikers Teilnahme an Gala ist noch nicht sicher

Auch Erika Hunziker kennt sich bestens mit Kindern aus. Über 4500 hat sie als Hebamme in 42 Jahren zur Welt gebracht. Erika Hunziker ist Hebamme aus Leidenschaft. Nachdem sie lange leitende Hebamme im Bezirksspital Brugg war, arbeitet sie seit 2005 freischaffend. Dieses Jahr hat sie bereits 72 Kindern auf die Welt geholfen. «Ich habe mir eigentlich vorgenommen, nicht mehr als 70 Geburten pro Jahr zu machen. Doch die Mütter kommen und kommen», sagt sie. Nun hat sie die Chance am Samstag zur Aargauerin des Jahres gewählt zu werden. Allerdings ist Hunzikers Teilnahme an der grossen Gala noch überhaupt nicht sicher. Es sei gut möglich, dass sie zu einer Geburt gerufen werde. Eine Entscheidung, die sie nicht bereuen würde: «Eine Geburt ist mir sowieso lieber als eine Gala.»