Spannung am FCA-Spiel

So bibberte Regierungsrat Hofmann mit den FCA-Spielern mit

Regierungsrat Urs Hofmann verfolgt das Spiel Aarau gegen Sion gemeinsam mit den 8800 Zuschauern im Brügglifeld. Der FC-Aarau-Fan ist während des Matches nervöser als davor.

Adrian Hunziker
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 Urs Hofmann mit Regierungsratskollege Roland Brogli vor Spielbeginn
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 Urs Hofmann holt sich ein Matchprogramm
 Emotionen bei Urs Hofmann
 Emotionen bei Urs Hofmann
 Emotionen bei Urs Hofmann
Regierungsrat Urs Hofmann am Barragespiel Aarau-Sion

Urs Hofmann mit Regierungsratskollege Roland Brogli vor Spielbeginn

André Albrecht

Die Enttäuschung bei Regierungsrat Urs Hofmann ist nach dem Match grösser als vor Spielbeginn: «Denn der FC Aarau hatte Chancen, dieses Spiel mit 3:0 zu gewinnen. Mit ein bisschen Glück wäre Sion zu packen gewesen.» Das ärgerte den Politiker und Aarau-Fan schon ein wenig.

Vor dem Spiel im Aarauer Brügglifeld sagt Hofmann: «Wir können nur noch gewinnen.» Er rechnet also nicht mehr wirklich mit dem Aarauer Aufstieg. Denn bei anderen Spielen, wie wenn es gegen den Abstieg geht, ist er viel nervöser. Doch die Nervosität steigert sich während des Spiels. Denn Aarau spielt gut. Das bemerkt auch Hofmann und er wird wieder zuversichtlicher.

Der Regierungsrat mischt sich unter die Fans in der Nähe der Anzeigetafel. «Das ist doch langweilig auf der Tribüne», meint er. Zusammen mit rund 15 Kolleginnen und Kollegen schaut er sich jeweils die Spiele des FCA an – so auch gestern.

Hofmann wird von vielen Fans gegrüsst. Er schlängelt sich gekonnt durch die Reihen, bis er auf seinen Kollegenkreis trifft. Nach aussen bleibt er vor dem Anpfiff ruhig.

Applaus und «Hopp Aarau»-Rufe

Das ändert sich schnell. Denn Aarau spielt mutig nach vorne. Hofmann pfeift durch die Finger, ruft «Hopp Aarau!» und «Schüüss!». Aarau erspielt sich einige Torchancen. «Ouuuuuu!», ruft der FCA-Fan Hofmann. Auch die Gegenspieler werden nicht verschont: «Hey!», ruft er nach einem Foulspiel an einem Aarauer. Bei jeder gelungenen Aktion der Aarauer applaudiert er.

Doch im Vergleich zu anderen Fans bleibt der Regierungsrat doch eher ruhig. Und schüttelt auch gelegentlich den Kopf bei Fehlentscheidungen des Schiedsrichters. Kurz vor dem Pausenpfiff ärgert er sich, dass die Aarauer noch keine der etlichen Chancen genutzt haben.

Die 0:3-Hinspielniederlage hat er sich nicht angeschaut: «Ich war zwar im Wallis, doch ich war mit meiner Frau wandern.» Dabei hatte er so auf ein Auswärtstor gehofft: «Das wäre wichtig gewesen.»

Hoffnung stirbt in der 93. Minute

Die Aarauer dominieren auch zu Beginn der zweite Hälfte. Und in der 54. Minute passierts: «Gooool!» Hofmann jubelt ausgelassen. Die Hoffnung auf einen möglichen Coup kehrt auch bei ihm wieder zurück.

Die Hoffnung hält auch nach 90 Minuten an. Denn es folgen vier Minuten Nachspielzeit. «Jetzt noch 2 Goals», meint Hofmann. Doch es soll nicht sein. Vor der letzten Ecke in der 93. Minute muss auch Hoffmann eingestehen: «Ja, jetzt ist es vorbei.»

Obwohl er enttäuscht ist, ist er doch zufrieden, dass der FC Aarau ein solch gutes Spiel abgeliefert hat. Er ist sichtlich stolz auf «seine» Mannschaft. «Heute hätten sie 3:0 gewinnen können», sagt er. Dann macht er sich mit dem Fahrrad auf den Heimweg.