Reinach

150 Wohnungen geplant: Auf dem Voco-Areal entsteht der «Factory Riverpark»

Auf dem Areal der Voco Drahtfabrik sollen gleich 150 Wohnungen gebaut werden – in einer natürlich gestalteten Parklandschaft, Bachlauf inklusive. Die Wohnungen sind für 2½ bis 5½ Zimmer ausgelegt.

Peter Siegrist
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Factory-Riverpark: Links Bahnhof mit dem bestehenden Industriebau, rechts die neuen Wohnblocks. zvg

Factory-Riverpark: Links Bahnhof mit dem bestehenden Industriebau, rechts die neuen Wohnblocks. zvg

Das ehemalige Industrieareal der Vogt Drahtwerke (Voco) erhält ein neues Gesicht: Die Fabrikhallen und Nebengebäude werden alle abgerissen. Alle? «Nein, der gelbe Kubus, der bleibt stehen», sagt Architekt Josef Zangger, Luzern.

Er hat im Auftrag der Barko Immobau AG, Sursee, einen Gestaltungsplan zur Überbauung des gesamten Areals von rund 24 000 Quadratmetern ausgearbeitet.

In unmittelbarer Nähe zu Bahnhof und Bushaltestellen wird eine Überbauung mit zehn Wohnblocks entstehen, 150 neue Wohnungen an bester Lage im Zentrum. Das Theater am Bahnhof bleibt dabei unangetastet.

Das gelbe Industriebgebäude als «Industriedenkmal» zu erhalten und zu integrieren sei für ihn ein Muss gewesen, sagt Josef Zangger. Der Baukörper mit seiner klaren Gliederung, werde energetisch saniert und als Gewerbebau umgenutzt. Der Bau grenze die Überbauung auch klar ab zum Bahnhofgelände.

Die Wohnungen sind für 21⁄2 bis 51⁄2 Zimmer ausgelegt. «Ein guter Mix mit Wohnungen für den normalen Mittelstand», sagt Zangger. Noch nicht geklärt sei, ob es Stockwerkeigentum oder Mietwohnungen gäbe, dies zu entscheiden liege beim Investor, der dieses Projekt realisiere.

Riverpark – woher der Name?

Dank der geschickten, verdichteten Anordnung der Baukörper kann der Architekt viel Grünfläche im Zentrum der Anlage schaffen. Zehn Prozent der Fläche werden gar als ökologische Ausgleichfläche ausgewiesen. Heute fliesst der in Hochwassertagen berüchtigte Schorenbach eingedolt unter dem Areal durch, um beim Cityplatz in die Wyna zu münden.

Im neu gestalteten Areal wird der Bach freigelegt und in einem weiten Bogen durchs Gelände geführt. «Damit dies möglich war, mussten wir rigide Auflagen des Kantons bezüglich Hochwasserschutz berücksichtigen», sagt Zangger.

Ein mehrstufiges Bachbett und eine Rückhaltefläche erlauben es, dass der Schorenbach, sollte er bei Hochwasser von der Wyna zurückgestaut werden, gewisse Teile des Geländes überfluten kann. «Sämtliche Bauten und insbesondere die Einfahrten zu den zwei Tiefgaragen sind natürlich hochwassersicher geplant», so Zangger. Der mit Naturwiesen begrünte Innenraum wird auch für Passanten zugänglich sein.

Bis am 26. März läuft das Mitwirkungsverfahren. Anschliessend müssen Gemeinderat und Regierungsrat den Plan bewilligen. Dann ist der Weg frei. Die Abbruchbewilligung für die alten Hallen ist bereits erteilt.