Uerkheim

Bäume fällen mit dem Heli: Super Puma als Forsthelfer

Fünf Bäume bedrohten neben der Schule und dem Friedhof die Sicherheit und wurden deshalb gefällt. Beim Fällen der Bäume war ein Helikopter des Typs «Super Puma»im Einsatz.

Christine Fürst
Drucken
Teilen
Hinter dem Gemeindehaus wird die Lage besprochen
12 Bilder
Die Kletterspezialisten befestigen in den Bäumen die Drahtseile.
Die Spezialisten bereiten die Rottanne vor
Die Kletterspezialisten befestigen in den Bäumen die Drahtseile.
Die Kletterspezialisten befestigen in den Bäumen die Drahtseile.
Der Helikopter landet hinter dem Friedhof
Achtung Holzschlag!
Der Helikoptertransport lockte auch viele Uerkner an
Baumfällaktion mit dem Helikopter in Uerkheim
Transport der Bäume mit dem Helikopter
Transport der Bäume mit dem Helikopter
Transport der Bäume mit dem Helikopter

Hinter dem Gemeindehaus wird die Lage besprochen

Emanuel Freudiger

Die letzte Stunde der über 20 Meter hohen Rottanne hatte geschlagen. Zwischen 50 und 60 Jahre alt war sie geworden. Sie stand immer vor dem Haus von Maria Schenk. Bis gestern, 15.30 Uhr.

Das Seil eines Super Pumas der Firma Eagle Helicopter AG aus Zweisimmen wurde mit dem Seil an der Tanne verkettet, ein Kletterspezialist, der auf die Tanne gestiegen war, sägte mit der Motorsäge einen sauberen Schnitt und der obere Teil der Tanne hing in der Luft. Er wurde an der Telefonleitung vorbei über den Friedhof transportiert und auf der anderen Seite deponiert.

Fünf Bäume wurden gestern in der Nähe des Schulhauses und des Friedhofs gefällt. Darunter auch eine rund 80-jährige Buche. Die Bäume befanden sich in unwegsamem Gelände und stellten bei Sturm ein Sicherheitsrisiko für Menschen und Liegenschaften dar.

Sie manuell zu fällen, war kaum möglich und «es wären hässliche Wunden in der Landschaft entstanden», sagte Hans-Rudolf Fischer, Förster von der Abteilung Wald des Kantons. Das Holz soll in der dorfeigenen Schnitzelheizung verbrannt werden. Die Baumfällaktion kostet die Gemeinde rund 7000 Franken.

Bevor der Super Puma anflog – er war zuerst im Freiamt im Einsatz – bereiteten Kletterspezialisten die Bäume vor und markierten die Schnittstellen. Da die Bäume in mehrere Teile zerlegt wurden, mussten die Spezialisten darauf achten, dass die einzelnen Teile für den Transport mit dem Helikopter nicht zu schwer wurden.

Wanderer, Walkerinnen, Kinder auf dem Weg zur Probe für den Turnerabend, Schüler, alle waren bereit, um das Schauspiel zu verfolgen. Kurz nach 15 Uhr hörte man den Helikopter im Anflug, 30 Minuten später war der ganze Spuk vorbei.