Schmiedrued-Walde

Die Gmeind entscheidet über die Spezialzone Matt

Die Spezialzone Matt steht vor einem weiteren Meilenstein: Am Freitag wird die Gemeindeversammlung darüber befinden. Mit der Spezialzone Matt soll einem dort ansässigen Pferdebetrieb eine Erweiterung ermöglicht werden.

Christine Fürst
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Blick auf den Pferdebetrieb: Auf dieser Fläche soll ein neuer Aktivstall mit Laufwegen und Futterstellen für Pferde entstehen.

Blick auf den Pferdebetrieb: Auf dieser Fläche soll ein neuer Aktivstall mit Laufwegen und Futterstellen für Pferde entstehen.

Sandra Ardizzone

Seit fünf Jahren arbeitet der Schmiedrueder Gemeinderat daran, am Dorfrand eine Zone auszuscheiden, in welcher sich das ansässige Gewerbe weiterentwickeln kann. Zuerst ging es um eine Richtplananpassung für das Gebiet «Chänelmatt». Ein lokaler Baubetrieb und der bereits bestehende Pferdebetrieb sollten dadurch erweitern können. Doch vor dem Grossen Rat scheiterte das Vorhaben, die Richtplananpassung wurde abgeschmettert. Unter anderem lautete die Begründung, dass das Gebiet in einer Landschaft von kantonaler Bedeutung liegt und zudem in Fruchtfolgeflächen.

Der Gemeinderat startete daraufhin einen neuen Versuch, dieses Mal wurde jedoch nur noch der Reitbetrieb, welcher sich mit der Zucht, Ausbildung und Therapie von Pferden befasst, miteinbezogen. Ziel ist es, dass der Reitbetrieb sich weiterentwickeln kann und künftig genug Platz hat. Die neue Spezialzone «Matt» beansprucht weiterhin einen Teil der Landschaft von kantonaler Bedeutung und der Fruchtfolgeflächen. Für die neue Zone müssen der Kulturlandplan und die Bau- und Nutzungsordnung geändert werden.

Die kantonale Abteilung für Raumentwicklung hat im Vorbericht bereits grünes Licht gegeben, während der öffentlichen Auflage gingen aber zwei Einwendungen (Birdlife Aargau und WWF Aargau) ein. Das Vorhaben sei raumplanerisch nicht sinnvoll, wertvolle Fruchtfolgeflächen würden zerstört und Landschaft von kantonaler Bedeutung beeinträchtigt, so die Begründung. Laut Gemeindeammann Marliese Loosli haben die Einigungsverhandlungen stattgefunden. Man sei sich aber nicht in allen Punkten einig geworden. «Der Gemeinderat hat deshalb die zwei Einwendungen abgewiesen», sagt sie.

Nach langem Hin und Her und einigen Rückschlägen wird nun die Gmeind am kommenden Freitag über die Spezialzone befinden. Sollten die Schmiedrueder das Projekt genehmigen, würde es, nachdem es rechtskräftig geworden ist, an das Departement Bau, Verkehr und Umwelt zur Genehmigung weitergeleitet. Die Einsprecher können gegen den Beschluss der Gemeindeversammlung beim Regierungsrat Beschwerde führen.