Unterkulm

Einwohnerzahl steigt rasant: Nummer 2999 und 3000 wurden feierlich empfangen

Die Zuzüger, die die Tausender-Zahl vervollständigen, kommen aus Oberentfelden. Sie haben sich im Wynental einen Traum erfüllt.

Rahel Plüss
Drucken
Teilen
Jeanine und Sascha Bossard wurden vom Gemeinderat feierlich empfangen.

Jeanine und Sascha Bossard wurden vom Gemeinderat feierlich empfangen.

Rahel Plüss

Kurz nachdem Menziken seinen 6000. Einwohner gefeiert hat, macht auch Unterkulm das Tausend voll. Jeanine (31) und Sascha (36) Bossard sind die Zuzüger Nummer 2999 und 3000. Für den Gemeinderat Grund genug, das Paar mit einer kleinen Feier in der Gemeinde willkommen zu heissen und sich «in corpore» vorzustellen.

Jeanine und Sascha Bossard sind Mitte November aus Oberentfelden ins Wynental gezogen. An der Knubelstrasse haben sie ihr neues Domizil gefunden – nicht zufällig, wie sie sagen. «Wir konnten hier unser Familienprojekt verwirklichen», so Jeanine Bossard. Zusammen mit der Familie ihres Schwagers und ihren Schwiegereltern hätten sie im Siebenfamilienhaus gleich drei Wohnungen gemietet.

So könnten sie endlich Tür an Tür wohnen. «Das haben wir uns schon länger gewünscht, aber nie etwas Passendes gefunden.» Jetzt habe sich das in Unterkulm dank einer privaten Freundschaft «wunderbar ergeben», sagt sie. Sogar bei der Projektentwicklung seien sie einbezogen worden. «Nicht nur einfach, wenn sechs Personen mitreden», sagt Jeanine Bossard und lacht.

Dass sie aus dem Tal nach Aarau zur Arbeit pendeln müssen, stört sie nicht. Jeanine und Sascha Bossard sind beide in der Versicherungsbranche tätig, er als Broker, sie im Schadensmanagement.

«Man muss in Unterkulm einfach zeitig losfahren, damit man vor dem Stau durch Suhr durchkommt», bemerkt Sascha Bossard. Aber das lasse sich ja einrichten. Jeanine Bossard kann ohnehin einen Teil ihres Pensums von zu Hause aus erledigen und so «die neue Wohnung auch so richtig geniessen», wie sie sagt.

Was ihr denn im Dorf als Erstes aufgefallen sei, will die az wissen. Jeanine Bossard muss nicht lange überlegen: «Das Dorfzentrum.» Das habe sie in Oberentfelden vermisst, einen zentralen Platz mit Geschäften rundherum, mit Kirche, Post, Gemeindehaus.

Dorf verändert sich markant

Unterkulm wächst rasant. Allerdings noch nicht lange. Über Jahre habe die Gemeinde plus/minus 2900 Einwohner gezählt, sagte Gemeindeammann Roger Müller. Seit dem letzten Zügeltermin seien gleich 100 Neue dazugekommen. Ein erstes Anzeichen für die Entwicklung, die in Unterkulm im Gang ist.

«Unser Dorf wird sich in den nächsten zwei Jahren markant verändern», so Müller. Gleich drei grössere Bauprojekte stehen an. Heute Mittwoch findet der Spatenstich für die Überbauung «im Dorf» statt, rund 50 Wohnungen sind dort geplant. Im Frühling soll es mit dem Bauprojekt «Böhlerstrasse» losgehen, fast 40 Wohnungen kommen hinzu. Und das grösste Projekt im Ort, die Überbauung KWC-Areal, wird in den nächsten Jahren etappenweise bis 250 neue Wohnungen bringen.

«Wir freuen uns über diese Entwicklung», so Müller. Infrastrukturprobleme sehe er deswegen keine und gerade bei der Schule sei man froh um Zuwachs, «damit auch in Zukunft alle Abteilungen weitergeführt werden können.»