Oberkulm

Erneuter Anlauf für Tempo 30

Nachdem an der Oberkulmer Sommergmeind 2014 «Tempo 30» mit 144 Nein zu 23 Ja deutlich abgeschmettert wurde, bringt der Gemeinderat das heisse Eisen nochmals zur Abstimmung.

Melanie Eichenberger
Drucken
Teilen
Für das Gebiet rund um die Schulanlagen soll künftig Tempo 30 gelten. (Archiv)

Für das Gebiet rund um die Schulanlagen soll künftig Tempo 30 gelten. (Archiv)

psi

Oberkulm versucht es noch einmal: die Einführung von Tempo 30 – diesmal nicht für die ganze Gemeinde, sondern nur in einem Teilgebiet. Dem Perimeter der Wynenschulanlage. Mitte Oktober informiert der Gemeinderat über das Traktandum, das am 23. November an der Gemeindeversammlung zur Abstimmung gebracht wird.

2014 wars der Gmeind zu teuer

Vor vier Jahren wollte in Oberkulm kaum jemand etwas wissen von Tempo 30. Sogar anonyme Flugblätter wurden damals in den Umlauf gebracht. Seinerzeit lag ein Gesamtkonzept zur flächendeckenden Einführung der Höchstgeschwindigkeit 30 vor. Davon ausgenommen blieben die Hauptstrasse, das Industrie- und Gewerbegebiet im südlichen Teil der Gemeinde sowie die gut abgesicherte Ortsverbindungsstrasse nach Gontenschwil. Im Vordergrund stand für die Gemeinde schon damals die Sicherung der Schulwege.

Kosten: 152'000 Franken. Zu viel für die Oberkulmer Bevölkerung. Mit 144 Nein-Stimmen zu 23 Ja-Stimmen wurde das Geschäft bachab geschickt. «Wir vermögen das nicht», sagte ein Votant an der damaligen Gemeindeversammlung.

Wie vor über vier Jahren gab es auch jüngst wieder Vorstösse von Einwohnern zum Thema Tempo 30. Deshalb habe sich der Gemeinderat entschieden, das Traktandum nochmals in überarbeiteter Form vorzulegen, wie Gemeindeschreiberin Petra Sommer auf Anfrage erklärt. Beim vorliegenden Massnahmenkonzept werde besonders auf die Nutzung mit einem höheren Schutzbedürfnis Rücksicht genommen.

Diesmal nur ein Teilgebiet

Beim Antrag um Einführung von Tempo-30-Zonen in einem bestimmten Teilgebiet gehe es diesmal vorwiegend um die Schulwegsicherheit, so Sommer weiter. Betroffen sein wird die Umgebung der Schulanlagen, konkret ein Teil der Neudorfstrasse, der Oberstegstrasse sowie der Wuhrmattstrasse.

Als Grundlage für das neue Projekt griff der Gemeinderat auf die Abklärungen und Analysen aus dem Jahr 2014 zurück. «Seinerzeit wurden umfassende Analysen erarbeitet», sagt die Gemeindeschreiberin. Kosten wird das Ganze diesmal deutlich weniger als 2014. «Rund 26 000 Franken sind für dieses Traktandum vorgesehen», so Sommer.