Fusionsprüfung
Stream statt Infoveranstaltung: Fusion macht aus Gemeindeammännern Videostars

Wie Menziken und Burg die Bevölkerung in die Entwicklung der Gemeindezusammenarbeit miteinbeziehen.

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Beim Videodreh: Die Gemeindeammänner Marcel Schuller (links) und Erich Bruderer.

Beim Videodreh: Die Gemeindeammänner Marcel Schuller (links) und Erich Bruderer.

Bild: zvg

(az) Den Gemeinderäten von Burg und Menziken sei im Zusammenhang mit den Fusionsabklärungen eine fortlaufende und gut verständliche Kommunikation wichtig, heisst es in einer Medienmitteilung. Weil aktuell keine grössere Informations­veranstaltung im direkten Kontakt mit der Bevölkerung möglich ist, gibt es per Videobotschaft einen Überblick zum Ablauf der Fusionsprüfung.

Sich per Video an die Bevölkerung zu wenden, ist auch für die Gemeindeammänner von Burg und Menziken eine neue Erfahrung. Es braucht ein, zwei Anläufe, bis sie im Studio vertraut waren mit der Technik und das Sprechen ohne Publikum im Fluss war. In ihren Voten blicken Marcel Schuller und Erich Bruderer – auch mit persönlichen Anekdoten – sowohl auf die gemeinsame Vergangenheit von Burg und Menziken als auch Richtung allfällig vereinte Zukunft. Die Ammänner sind sich bewusst, dass die Zusammenschlussabklärungen zwar ein emotionales Thema sind, es für einen ausgewogenen Entscheid aber vor allem solide Fakten braucht.

Ein 30-minütiger Infostream

Darum sei das Ziel der Fusionsprüfung von Burg und Menziken, eine saubere Ausgangslage zu schaffen, erklärt Jean-Claude Kleiner in der Videobotschaft, die ab Donnerstag auf der Projektwebsite www.57365737.ch einsehbar ist. Der erfahrende externe Projektberater begleitete im Aargau bereits verschiedene Gemeindefusionsprüfungen wie Bözberg, Böztal, Lupfig oder Zurzach. Jean-Claude Kleiner betont, dass es stets darum geht, genauso die Chancen wie auch die Risiken eines möglichen Zusammengehens für die involvierten Gemeinden aufzuzeigen. Der entsprechende Arbeitsprozess wird mit einem ersten Workshop Anfang Mai Fahrt aufnehmen. Wie er organisiert ist, wer von Seiten Behörden und aus der Bevölkerung mitarbeitet und bis wann die gewünschten Zahlen und Fakten vorliegen werden, wird im rund 30-minütigen Infostream aufgezeigt.

«Wappen bleiben auf jeden Fall erhalten»

Als Gast tritt auch Rolf Kälin im Video auf. Der Heraldiker, Wappengestalter und heraldische Berater nimmt in seinen Ausführungen Bezug auf einen ­Aspekt der Fusionsprüfung, der je nach dem Thema werden könnte. Denn mit zu den auszuarbeitenden Entscheidungsgrundlagen gehört die Frage nach dem Namen und Wappen einer allfällig neuen Gemeinde aus dem Zusammenschluss von Burg und Menziken. Im Wissen um die Emotionalität der Kommunalheraldik beruhigt Rolf Kälin jedoch zum Schluss seiner Ausführungen: «Die Wappen von Burg und Menziken bleiben auf jeden Fall als Wappen der beiden Ortsteile erhalten, genauso wie die Postleitzahlen, Strassennamen und Hausnummern.»