Kirchleerau/Moosleerau

Neues Werkhof-Konzept – weil nachts zu viel Grüngut entsorgt wurde

Rund um die Uhr konnte im Werkhof Leerau bisher entsorgt werden, doch damit ist Schluss, weil die Entsorgungsstelle nicht mehr rentierte. Ab diesem Sommer wird das Entsorgungswesen in einem Pilotprojekt von der Firma Transport AG Aarau organisiert.

Janine Gloor
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Das Hauptproblem des bisherigen Entsorgungskonzepts war das Grüngut. (Symbolbild)

Das Hauptproblem des bisherigen Entsorgungskonzepts war das Grüngut. (Symbolbild)

Das Hauptproblem des bisherigen Entsorgungskonzepts sei das Grüngut gewesen, erklärt der Moosleerber Gemeinderat Tobias Stauber. Die Mulde war Tag und Nacht zugänglich, was viele dazu verleitete, grosse Mengen an Grüngut zu deponieren. Zudem könne davon ausgegangen werden, dass auch Auswärtige die Mulde benutzt haben.

«Die Entsorgungskosten für das Grüngut waren am Schluss um vieles höher als budgetiert, die 50 Franken Haushaltspauschale pro Jahr reichten nicht mehr, um die Kosten zu decken», sagt Stauber. Zudem sei es beim Werkhof auch zu Lärmbelästigungen gekommen, weil des Öfteren zu Ruhezeiten Glas entsorgt wurde.

Ortsansässiger gesucht

Mit der Bewirtschaftung durch die Transport AG Aarau wird sich einiges ändern. Das Areal des Werkhofs wird umzäunt und das Entsorgen wird nur noch an drei Tagen in der Woche möglich sein. An diesen Tagen wird ein Angestellter der Transport AG den Werkhof betreuen. «Ideal wäre jedoch, dass wir jemanden aus Kirchleerau oder Moosleerau finden, der diese Aufgabe übernehmen würde», sagt Stauber.

Denn im Gegensatz zur «EntsorgBar» in Kölliken, die ebenfalls von der Transportfirma betrieben wird, soll der Werkhof Leerau nur Bewohnern der beiden Gemeinden zur Verfügung stehen. «Ziel ist, dass keine Auswärtigen im Werkhof entsorgen», sagt Stauber. Ein Angestellter aus einem der Dörfer hätte einen besseren Überblick über die Kunden, als ein Angestellter der Firma. Ansonsten werde man nichts tun gegen auswärtige Entsorger, sagt Stauber. Er hofft, dass die Neuorganisation des Werkhofs allein Entsorgungssünder fernhält.

Im neu organisierten Werkhof kann nach wie vor zirka ein Kubikmeter Grüngut kostenlos abgeliefert werden. Das Pilotprojekt ist für ein bis eineinhalb Jahre geplant. Zusätzlich zum bereits bestehenden Angebot kann neu auch Sperrgut entsorgt werden.