Auto-Brand

Aargauer sorgt für Gubrist-Chaos: «Plötzlich leuchteten alle Lämpli»

Wegen eines Fahrzeugbrands im Gubrist-Tunnel kam es am Mittwoch zu einem Verkehrschaos. Den Lenker des drei Jahre alten Autos traf keine Schuld. Trotzdem entschuldigte er sich via Facebook für die Unannehmlichkeiten bei allen Verkehrsteilnehmern.

Drucken
Teilen
Dieses Fahrzeug brannte am Mittwoch im Gubrist-Tunnel aus.
5 Bilder
Das Sicherheitsdispostiv funktioniert.
Der Gubrist-Tunnel war am Mittwoch für zirka 75 Minuten in beide Richtungen gesperrt.
Das Auto war erst drei Jahre alt.
Fahrzeugbrand im Gubrist: Aargauer Bank-Chef sagt Sorry

Dieses Fahrzeug brannte am Mittwoch im Gubrist-Tunnel aus.

Facebook

Am Mittwochnachmittag hat ein Fahrzeugbrand im Gubrist-Tunnel ein Verkehrschaos ausgelöst. Dieser war danach für rund 75 Minuten in beide Richtungen gesperrt. Die Folgen spürten die Verkehrsteilnehmer noch in den frühen Abendstunden.

Ungewöhnlich: Der Lenker des besagten Autos hat sich nun für die Folgen via Facebook entschuldigt. «Ich möchte mich für das Chaos auf der Strasse entschuldigen. Hätte ich nicht gedacht das ein Auto so schnell brennt» schreibt er. Es handelt sich um den Zurzibieter Thomas Hauser, den Chef der Raiffeisenbank Aare-Rhein in Bad Zurzach.

Personen kamen beim Fahrzeugbrand glücklicherweise keine zu Schaden. Das freute auch zahlreiche seiner Facebook-Freunde. Den einen oder anderen humoristischen Seitenhieb musste der Bankchef trotzdem hinnehmen, etwa den Hinweis, ob er denn das Raiffeisen-Motto «Wir machen den Weg frei» nicht verstanden habe?

Mit blauem Auge davongekommen

Gegenüber «Radio Argovia» sagte Hauser, plötzlich hätten alle Lämpli im Auto aufgeleuchtet und schon habe es vorne angefangen zu brennen. Es sei gar nichts anderes übrig geblieben, als mitten im Gubrist stehen zu bleiben und auszusteigen. «Wenn man sich bewusst ist, was sonst noch hätte passieren können, muss man sagen: Wir sind wirklich mit einem blauen Auge davon gekommen», sagt Hauser und lobt das eindrückliche Sicherheitsdispositiv.

Für «mutig» hält Hauser seine öffentliche Entschuldigung auf Facebook nicht. «Es tut mir wirklich leid, ich habe das keine Sekunde bewusst gemacht.» Er könne nicht versehen, wenn ihm jemand wegen des Fahrzeugbrandes bös sein könne. «Ich bin weder in etwas reingefahren noch habe ich mein Auto schlecht gepflegt.» Das Auto sei erst drei Jahre alt.

Garagist habe ihn erst ausgelacht

Böse Reaktionen habe er bisher noch nicht erhalten. Die Frage sei bloss: «Wie kann es sein, dass ein Auto anfängt zu brennen?» Als er seinen Garagisten angerufen habe, habe ihn dieser ausgelacht, das Auto könne gar nicht brennen. «Ich habe ihm dann das Foto geschickt – seitdem ist ihm klar, es kann eben doch passieren.»

Hauser musste übrigens nicht zu Fuss zur Arbeit, sondern durfte sich das Auto seiner Frau ausleihen. Ohne Feuerlöscher im Kofferraum, wie er sagt. «Ich vertraue der Technik.»