Klingnau
Am 3. Begägnigsmärt standen Solidarität und Begegnungen im Zentrum

Das Sammeln für wohltätige Institutionen bei der dritten Auflage des Begägnismärt kam diesmal vor allem der Organisation Carton du Coeur zugute. Bei den Spenden wurde auch die Kindertagesstätte einer Schweizerin in Nicaragua bedacht.

Carolin Frei
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Die Bilderausstellung kommt bei den Besucherinnen und Besuchern gut an.

Die Bilderausstellung kommt bei den Besucherinnen und Besuchern gut an.

Zum dritten Mal fand der Begägnismärt im und ums reformierte Kirchgemeindehaus in Klingnau statt. Unter anderem mit einer Bilderausstellung und einem Konzert des Frauen- und Männerchors Kleindöttingen.

«Die meisten Standbetreiber sind zum dritten Mal dabei», sagt Gudrun Bähler, die Initiantin des Begägnismärts. Beim Organisieren wird sie jedoch kräftig von der Gruppe Kirche weltweit der Reformierten Kirche Klingnau unterstützt. Ziel dieser Veranstaltung sei einerseits Geld für eine wohltätige Institution zu sammeln, andererseits soll auch Raum für schöne Begegnungen sein. «Die Standplatzmieten, der Erlös aus dem Büchertisch und der Reingewinn aus dem Märtkafi werden an «Cartons du Coeur» gespendet», sagt sie. Die Freiwilligen-Organisation Cartons du Coeur beliefert seit 20 Jahren Menschen, die sich in einer Notlage befinden, mit Lebensmitteln. «97 Prozent der Geldspenden kommen Notleidenden zugute», sagt Standbetreuer Werner Zumsteg.

Die Künstlerin Jessica Bähler bei ihrer Lieblingsbeschäftigung - dem Malen.
6 Bilder
Gudrun Bähler (li.) mit Ausstellern im Gespräch.
Initiantin Gudrun Bähler vor einem Werk, das am 1. Märt entstanden ist.
Auch fürs leibliche Wohl war gesorgt.
Gudrun Bähler (li.) mit dem Ausstellern von Cartons du Coeur im Gespräch.
Eine kleine Dame am Probieren von Konfitüre, gemacht aus Früchten aus Tansania.

Die Künstlerin Jessica Bähler bei ihrer Lieblingsbeschäftigung - dem Malen.

Carolin Frei

Neben Cartons du Coeur werden auch andere Projekte berücksichtigt. Etwa eine familiär geführte Kindertagesstätte in Nicaragua, die von einer Schweizerin ins Leben gerufen wurde und seither von ihr betreut wird. Auch Produkte von und für Tansania – Holzarbeiten, Schmuck, Konfitüren – standen im Angebot. Die Konfitüren werden, mit Ausnahme der Erdbeeren, ausschliesslich mit exotischen Früchten aus Tansania zubereitet. Aber auch all die anderen feilgebotenen Produkte, etwa Turnbeutel, Babyartikel, Holzspiele, Armbändeli, Handarbeiten, Reallife-Baby-Puppen sowie der Bücher- und Flohmarkttisch luden zum Verweilen ein.

Mit den kleinen Besuchern wurden Muttertagsgeschenke gebastelt, unter anderem bemalte Fotorahmen. «Heuer sind nur halb so viele Stände wie letztes Jahr vertreten», hält Gudrun Bähler mit Bedauern fest. Das läge wohl daran, dass einige wegen des bevorstehenden Muttertags anderweitig beschäftigt seien. Aber wohl auch daran, dass die Aussteller dieses Mal selber für ihre Standtische verantwortlich zeichnen.

Im Untergeschoss des Kirchgemeindehauses zeigte Jessica Bähler, eine 26-jährige Künstlerin mit Trisomie 21, ihre gut 40 Werke. Eckige oder runde Formen in kräftigen Farben sowie Aquarelle mit Farbtupfern zogen die Blicke auf sich. «Schon beim Einrichten der Ausstellung fanden die ersten Bilder Käufer», sagt ihre Mutter Gudrun Bähler erfreut. «Am liebsten male ich Wasser und höre dazu Musik», betonte die Künstlerin strahlend. Sagts und setzt sich wieder an den Tisch, um mit Wasserfarben weiter an ihrem nächsten Werk zu arbeiten.