Lauchringen/Baden Württemberg

Deutsche haben genug vom Fluglärm

An einer von der Lauchringer «Initiative zur Reduzierung der Flugverkehrsbelastung» veranstalteten Podiumsdiskussion haben sich die Diskussionsteilnehmer und die Bürger in deutlichen Worten zum Thema «Fluglärm» geäussert.

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Keystone

Zwei der drei im Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) verbliebenen Varianten sehen eine uneingeschränkte Nutzung des Luftraums über dem Hochrhein und über der Tourismusregion Südschwarzwald vor. Grundtenor der Podiumsdiskussion: Die deutsche Seite müsse ein Signal setzen, dass sie das Vorgehen der Schweiz nicht akzeptiere. Landrat Tilmann Bollacher forderte die Bundesregierung auf, Farbe zu bekennen und die 2003 erlassene Deutsche Flugverordnung (DVO) anzupassen.

Die Gespräche mit der Schweiz hätten gezeigt, dass es keine Verhandlungslösung geben könne, die den süddeutschen Raum entlaste. Auch der Bundestagsabgeordnete Thomas Dörflinger hieb in die gleiche Kerbe: Wenn es keinen Staatsvertrag gebe, müsse auf eine Anpassung der Flugverordnung hingearbeitet werden.

Unterschriften gegen Fluglärm

Parallel zur Podiumsdiskussion rief die Lauchringer «Initiative zur Reduzierung der Flugverkehrsbelastung» zu einer Unterschriftenaktion auf, mit der die Landes- und die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert werden. Ziel der Unterschriftenaktion ist es, Entscheidungsträger in Stuttgart und Berlin zu bewegen, eine Fluglärmkommission einzusetzen, die dafür sorgt, dass die Deutsche Flugverordnung angepasst respektive verschärft wird. (sü/Za)