Endingen/Baden

Regierungsrat Gallati: «Zu 99 Prozent ab Mittwoch keine Spiele mehr mit vielen Zuschauern»

Schlechte Nachrichten für die Sportfans: Regierungsrat Jean-Pierre Gallati liess am Rande einer Veranstaltung des TV Endingens durchblicken, dass wegen der Coronapandemie ab kommender Woche keine Besucher mehr an Spielen zugelassen werden könnten.

Alexander Wagner
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Regierungsrat Jean-Pierre Gallati sprach als Gast beim Sponsoringevent des TV Endingen.

Regierungsrat Jean-Pierre Gallati sprach als Gast beim Sponsoringevent des TV Endingen.

Alexander Wagner

Die Sportfans mussten in den letzten Monaten auf viel verzichten. In den letzten Wochen konnten sie die Partien ihrer Teams besuchen. Doch es könnte ein kurzes Vergnügen gewesen sein. So zumindest liess das Regierungsrat Jean-Pierre Gallati anlässlich des neu gegründeten Sponsorenprojekts «Endinger Chreis» des TV Endingen am Freitag im Baregg in Baden durchblicken.

Gallati gratulierte zwar den Endinger Handballern für ihre Beharrlichkeit und ihren Erfolg, er hatte aber für alle Sportfans im Kanton aber weniger gute Nachrichten. «Wir werden lernen müssen, mit diesem Coronavirus zu leben», ist der Gesundheitsminister überzeugt. Um dann zu ergänzen: «Zu 99 Prozent wird es in allen Sportarten ab kommenden Mittwoch keine Spiele mehr mit vielen Zuschauern geben», befürchtet Gallati.

Aus einer GmbH wird eine Aktiengesellschaft

Der Anlass selber war für die Endinger indes erfreulich: Die Handballer des TV Endingen halten sich seit fast drei Jahrzehnten hartnäckig in der Nationalliga. Und dies obwohl sie das deutlich kleinere Einzugsgebiet sowohl für Spieler als auch für Sponsoren und Zuschauer haben als ihre Konkurrenten aus den grossen Schweizer Städten.

Seit über zwei Jahrzehnten ist Christian Villiger der Geschäftsführer der Endinger Handball GmbH. Diese soll jetzt aufgelöst werden und eine neue Aktiengesellschaft gegründet werden. Um das Projekt «Phoenix» erfolgreich aus der Taufe zu heben, braucht es neue Sponsoren. Deshalb wurde der «Endinger Chreis» ins Leben gerufen. Mit Roger Küng hat die AG auch schon einen neuen designierten Verwaltungsratspräsidenten.