Schinznach-Dorf

Rote Backen vor lauter Vorfreude auf die Kulturnacht

In zwei Wochen findet die Kulturnacht statt. Die Namen der Schauplätze lassen grosses Theater erahnen. So ist Simon Libsig mit von der Partie. Aber auch der Krimiautor Rolf Simmen wird seine Schreckmümpfeli zum Besten geben.

Elisabeth Feller
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Typ Quelle Erstellt von Letzte Änderung Einer der Protagonisten an der Kulturnacht: Simon Libsig. ZVG

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Über fünf Stunden Kultur bis nach Mitternacht? Was einigen verrückt erschien, wurde vor fünf Jahren in Schinznach-Dorf umgesetzt. Und zwar derart erfolgreich, dass auch der az-Journalist sich nach dem Besuch der ersten «Kultur schiint z’Nacht» verblüfft fragte: «Wie ist es nur möglich, dass eine Nacht, eine Kulturnacht notabene, die immerhin sechs Stunden dauerte, im Nu vorbei sein kann?» Er kam rasch zum Schluss: «Da muss Magie im Spiel sein.»

An neun Orten wird Kultur gezeigt

«Hoffentlich ist das auch bei der Zweitauflage der Kulturnacht am 9. Juni der Fall», sagen die Veranstalter. Wie 2007 werden auch 2012 bis nach Mitternacht an neun Orten Kultur und Kunst gezeigt, getreu dem ungeschriebenen Motto der speziellen Veranstaltung: Räume oder Winkel sind im Dorf auf ungewöhnliche Art und Weise zu bespielen. Das Publikum wird von Ort zu Ort schlendern oder sich zwischendurch an verschiedenen Plätzen verköstigen können, um immer an einer anderen Station einzutreffen. Allein schon die Namen der Schauplätze lassen grosses Theater erahnen. Wer hätte nicht Lust, am Felsen am Talbach inne zu halten oder das Mühlegässli im Stockfinsteren zu erforschen, den Schulbrunnen, die Kirchenmauer oder das Museum Hof neu oder erst recht kennen zu lernen?

Die Orte sind das Eine, die Künstlerinnen und Künstler das Andere. Um nur einige Protagonisten herauszugreifen: Der Badener Slam-Poetry-Artist Simon Libsig, die Berner Tänzerin Nina Burri, die im Pariser Moulin Rouge und bei Maurice Béjart getanzt hat, die Feuerakteure von Los del Fuego oder Rolf Simmen. Besucher der ersten Kulturnacht werden bei Erwähnung dieses Namens möglicherweise ausflippen, weil die Erinnerung an Simmens damalige, packende Lesung von Kurzkrimis noch so präsent ist. Diesmal wird der Schauspieler, der in Schinznach-Dorf lebt, Schreckmümpfeli zum Besten geben. Der Gedanke daran lässt Radiofans jetzt schon rotbackig vor lauter Vorfreude werden: Wer von ihnen ist nicht Stammhörer der gleichnamigen Radiosendung?

Kultur schiint z’Nacht, 9. Juni, ab 18.30 Uhr. Infos: www.kulturschiintznacht.ch