Zwei Zurzibieter Kulturprojekte erhalten Beiträge aus dem Swisslos-Fonds

Der Regierungsrat unterstützt mit Beiträgen und Defizitgarantien aus dem Swisslos-Fonds 54 kulturelle und gemeinnützige Vorhaben und Kulturprojekte im ganzen Kanton. Die Kulturtankstelle und der jüdische Kulturweg erhalten Fördergelder.

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Kulturtankstelle erhält das erste Mal 20 000 Franken aus dem Swisslos-Fonds.

Kulturtankstelle erhält das erste Mal 20 000 Franken aus dem Swisslos-Fonds.

Sandra Ardizzone

Zu den Prämierten gehört der Förderkreis Brennstoff Kulturtankstelle Döttingen (BKT). Er erhält das erste Mal einen Beitrag von 20 000 Franken aus dem Swisslos-Fonds. Die Kulturtankstelle feiert dieses Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum.

Dafür stellte der Förderverein BKT ein vielfältiges Programm auf die Beine. Das Herzstück ist dabei der Skulpturenweg, der am 3. Juni eröffnet wurde und noch bis im Oktober besichtigt werden kann.

Skulpturenweg Döttingen
10 Bilder
Der Zürcher Künstler Vincenzo Baviera ist mit zwei Skulpturen vertreten. Jene im Bild trägt den Namen «Stadt/Architektur» und befindet sich beim Parkplatz Spitex. Die Skulptur «Pendelkreis» steht in unmittelbarer Nähe beim Kiesplatz.
Die Skulptur der gebürtigen Britin Gillian White, die seit 1972 in Leibstadt lebt, heisst «Die Badenden». Ihre Werke vereinen Kraft und Fragilität, Schönheit und Vergänglichkeit. Davor steht der Leiter der Kulturtankstelle Döttingen, Ruedi Neff.
Etienne Krähenbühls Skulptur trägt den ironischen Titel «Désolé», was so viel heisst wie «sorry» oder «schade». Es kommt vor, dass ein Traum mit der Wirklichkeit kollidiert. Ein grosser, zerklüfteter Brocken, der an einen Meteoriten erinnert, scheint auf ein ausgebranntes Auto gefallen zu sein.
Die Skulptur des iranischstämmigen Künstlers Behrouz Varghaiyan heisst «Horst/ Ciconia ciconia». Das Knäuel aus Armierungseisen ragt auf einer Stange in den Himmel und wirkt wie ein Storchennest. Vielleicht ein potenzieller Nistplatz, wer weiss?
Eine Skulptur des Künstlers Heinz Niederer namens "S16".
Eine Skulptur des Künstlers Rudolf Tschudin namens "NUBIA".
Eine Skulptur des Künstlers Juer Altherr namens "ZORN & ZÄRTLICHKEIT", vor dem Bahnhof Döttingen.
Eine Skulptur des Duo federstahl (Daniel Meili und Bruno Lötscher, Loetscher) namens "zurück oder freiheit".

Skulpturenweg Döttingen

Sandra Ardizzone

20 Eisenplastiken von 17 Künstlern aus der Schweiz und Deutschland säumen ab dem Bahnhof Döttingen den ein Kilometer langen Spazierweg. Die Ausstellung läuft unter dem Motto «Metall för all» und zeigt zusätzlich 80 Skulpturen um und in der Kulturtankstelle.

Touristischer Magnet

«Der Skulpturenweg in Döttingen und das vielfältige Jubiläumsprogramm sind sehr aufwendige Projekte», sagte Ilona Neff, Präsidentin des Förderkreises BKT. Der Skulpturenweg verfüge über eine einzigartige Ausstrahlung und sei auch ein touristischer Magnet, führte sie weiter aus.

Die Kulturtankstelle reichte deswegen ein Gesuch beim Swisslos-Fonds ein. Mit dem Beitrag soll das Jubiläumsprogramm mitfinanziert werden. Neff: «Es ist schön, dass kulturelle Institutionen für ihr Engagement gewürdigt werden. Ohne diese Unterstützung wären solche Angebote nicht möglich.»

Auch der jüdische Kulturweg Endingen-Lengnau gehört zu den ausgewählten Projekten. Der Kulturweg macht das kulturelle Erbe der jüdischen Bevölkerung in den beiden Gemeinden zugänglich. Er wird für die Neuauflage des Kulturführers mit 3500 Franken unterstützt. (ren)

Freude herrscht über die Weiterführung des Jüdischen Kulturwegs von Endingen/Lengnau nach Waldshut-Tiengen. Über die Weiterführung des Jüdischen Kulturwegs von Endingen/Lengnau nach Waldshut-Tiengen freuen sich, von links: Roy Oppenheim (Impulsgeber für den Jüdischen Kulturweg, Lengnau), Magdalena Bucher (Freundeskreis Jüdisches Leben in Tiengen), Matthias Wetz (Freunde Schloss Tiengen), Martina Bucher-Nezirovic (Freundeskreis), Käthi Frenkel (Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft Aargau), Franz Bertschi (Gemeindeammann Lengnau), Rita Mosel (Stadt Waldshut-Tiengen) und Jules Bloch (Israelitische Kultusgemeinde Endingen).

Freude herrscht über die Weiterführung des Jüdischen Kulturwegs von Endingen/Lengnau nach Waldshut-Tiengen. Über die Weiterführung des Jüdischen Kulturwegs von Endingen/Lengnau nach Waldshut-Tiengen freuen sich, von links: Roy Oppenheim (Impulsgeber für den Jüdischen Kulturweg, Lengnau), Magdalena Bucher (Freundeskreis Jüdisches Leben in Tiengen), Matthias Wetz (Freunde Schloss Tiengen), Martina Bucher-Nezirovic (Freundeskreis), Käthi Frenkel (Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft Aargau), Franz Bertschi (Gemeindeammann Lengnau), Rita Mosel (Stadt Waldshut-Tiengen) und Jules Bloch (Israelitische Kultusgemeinde Endingen).

Ursula Freudig