Hyundai Kona electric
Mehr Kilometer pro Franken

Hyundai Testfahrt im überarbeiteten Kona electric. Der Crossover kriegt mit dem Facelift eine neue Front, neues Infotainment und eine Wärmepumpe für mehr Reichweite bei tiefen Temperaturen.

Philipp Aeberli Jetzt kommentieren
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Der überarbeitete Hyundai Kona electric mit neuem Frontdesign.

Der überarbeitete Hyundai Kona electric mit neuem Frontdesign.

Bild: zVg

Die Elektroversion des Hyundai Kona zählt seit seinem Debüt 2018 zu den besten E-Autos, die man kaufen kann. Das liegt vor allem am guten Verhältnis zwischen Preis und Reichweite. Das gilt nach dem jüngsten Facelift erst recht: Für einen Grundpreis von 42 900 Franken kriegt man ein Auto, das laut WLTP 484 Kilometer mit einer Batterieladung schafft. Ein fast schon konkurrenzloses Angebot – zumal das koreanische Kompakt-SUV nicht nur auf dem Papier, sondern auch im Alltag mit hoher und verlässlicher Reichweite punktet.

Auch im Winter schafft der Kona electric mehr als 350 Kilometer.

Auch im Winter schafft der Kona electric mehr als 350 Kilometer.

Bild: zVg

Mehr Ausdauer dank Wärmepumpe

Die grösste Herausforderung für ein E-Auto stellen tiefe Temperaturen dar. Nicht nur, weil der Akku dann weniger effizient funktioniert – sondern auch, weil das Heizsystem stark gefordert ist, um Akku und Innenraum auf Temperatur zu stellen.

Um den Reichweitenverlust bei winterlicher Kälte zu minimieren, hat Hyundai den Kona electric zum Facelift mit einer Wärmepumpe ausgerüstet, die den konventionellen Elektroheizer ersetzt. Eine Wärmepumpe funktioniert im Prinzip wie ein Kühlschrank – nur eben umgekehrt. Ein Kältemittel wird im Kompressor verdichtet, wodurch es sich erwärmt – und verdampft. Kühlt es sich an der Umgebungsluft wieder ab, wird es wieder flüssig und der Kreislauf beginnt von vorne. Die Wärmepumpe entzieht der Umgebungsluft die Wärme – und funktioniert daher deutlich effizienter als ein elektrisches Heizelement. Das macht sich auch im elektrischen Kona bemerkbar: Selbst bei Temperaturen um den Gefrierpunkt bleibt der Verbrauch deutlich unter 20 kWh/100 km; gut 350 Kilometer Reichweite sind auch im Winter problemlos machbar. Hinzu kommt die präzise Anzeige der verbleibenden Kilometer im übersichtlichen Digitalcockpit, der man als Fahrer schnell vertraut.

Übersichtliche Digitalanzeigen.

Übersichtliche Digitalanzeigen.

Bild: zVg

Während die Front mit dem Facelift stark überarbeitet wurde und zugunsten der Effizienz kaum mehr Lüftungsöffnungen aufweist, hat sich im Innenraum bis auf das grössere Infotainmentsystem mit einfacher Touchscreen-Bedienung nicht viel verändert.

Auch Antrieb und Fahreigenschaften sind an sich ist identisch geblieben: Der Kona electric überzeugt nach wie vor mit gutem Durchzug, komfortabler Federung und übersichtlicher Karosserie. Dank Gleichstrom-Lademöglichkeit mit maximal 100 kW Ladeleistung ist der Akku in 47 Minuten wieder zu 80% geladen; damit zählt der Kona electric nicht zu den Schnellsten an der Stromtankstelle – doch mit seiner hohen Reichweite muss er dafür deutlich seltener nachladen als andere E-Autos.

Gerade für Autofahrer, die zu Hause aufladen können, ist der Kona electric nun erst recht eine Alternative zum Benziner – nicht nur für Kurzstreckenpendler!

Der Hyundai Kona elecrtric.

Der Hyundai Kona elecrtric.

Bild: zVg

Hyundai Kona electric

Motor: 1× E-Maschine synchron

Leistung: 204 PS/395 Nm

Antrieb: Front, Aut. 1-Gang

L×B×H: 4205×1800×1570 mm

Kofferraumvolumen: 332–1114 l

Gewicht: 1818 kg

0–100 km/h: 7,9 Sek.

Vmax: 167 km/h

Reichweite WLTP: 484 km

Laden 10%–80%: 47 min

Preis: ab 42 900 Franken

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