Im elektrischen Galopp

Das Angebot an E-Autos wächst weiter: Ab November 2020 kommt Fords E-SUV auf die Strasse.

Philipp Aeberli
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Ford Mustang Mach E (Bild: Ford)
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Ford Mustang Mach E (Bild: Ford)
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Ford Mustang Mach E (Bild: Ford)

„Das wird die wichtigste Produkt-Lancierung für Ford in Europa und global“, sagt Ford Europa-Chef Stuart Rowley vor der ersten Enthüllung des ersten, von Grund auf als E-Auto konzipierten Modells der Marke. Dem Crossover der oberen Mittelklasse kommt eine grosse Aufgabe zu: Er soll Ford in das Zeitalter der E-Mobilität führen. Um diesen Epochalen Schritt zu unterstreichen, kommt der E-SUV mit grossem Erbe und legendärem Namen: Als Ford Mustang Mach E.
Nicht nur mit klassischen Pony-Logos, sondern auch mit zahlreichen Design-Zitaten orientiert sich der SUV am legendären Pony-Car: Steil stehende Front, lange Haube und geschmeidig abfallende Dachlinie machen ihn zu einer interessanten Erscheinung. Unverwechselbar sind vor allem die Rückleuchten mit drei vertikal stehenden Streben. So ist der Mach E zwar kein klassischer Mustang, doch die Parallelen sind durchaus erkennbar.

Herzstück des Stromers ist natürlich die im Unterboden verbaute Batterie. Sie besteht je nach Kapazität aus zehn oder zwölf temperierten Modulen mit maximal 376 Zellen von LG Chem. So bietet die Basisversion rund 75 kWh, die grössere Ausführung rund 99 kWh Speicherkapazität. Wahlweise ist der Stromer mit einem Motor an der Hinterachse oder mit einem zusätzlichen Antrieb an der Vorderachse zu haben. Das Einstiegsmodell leistet 258 PS, die Allradversion bietet 338 PS und 581 Nm Drehmoment. Die Reichweite im WLTP-Messzyklus liegt laut Ford bei 450 bis 600 Kilometern.

Clevere Lösungen

Nicht nur beim Antrieb, sondern auch bei vielen cleveren Details zeigt der Mustang Mach E, dass es Ford durchaus ernst meint mit dem Stromer. Der Innenraum wirkt geräumig, trotz flacher Dachlinie. Der Kofferraum fasst bis zu 1420 Liter – hinzu kommt ein weiteres Kofferraumabteil unter der vorderen Haube. Es ist mit Kunststoff ausgekleidet und verfügt sogar über einen Wasser-Ablauf; so kann man es bequem Auswaschen.

Fast alles im Innenraum wurde neu gestaltet und stammt nicht aus dem vorhandenen Teile-Regal. Am meisten fällt das bei den komplett digitalen Instrumenten auf. Ein kleiner Display direkt vor dem Fahrer zeigt die wichtigsten Infos, in der Mitte steht ein grosser, hochkant verbauter 15,5 Zoll-Touchscreen mit einem integrierten, physischen Drehregler.

So bietet das System zahlreiche Möglichkeiten für Smartphone-Integration und Unterhaltung – und vor allem ein Navi, das Ladestopps automatisch einplant. Zudem bietet Ford ein System an, mit dem an über 125 000 Ladepunkten Strom getankt und direkt bezahlt werden kann. Dazu zählt auch das Schnellladenetzwerk Ionity, das bis Ende 2020 rund 400 Standorte an den wichtigsten Verkehrsachsen in Europa umfassen soll.

Zusätzliches Topmodell

Der Ford Mustang Mach E kann ab sofort gegen eine Gebühr von 1000 Franken vorreserviert werden. Die ersten Auslieferungen für die Schweiz sind für November 2020 geplant.
Das Basismodell mit Hinterradantrieb und 75 kWh-Batterie startet schon bei 49 560 Franken, mit Allradantrieb sind es mindestens 58 090 Franken.
Die 99 kWh-Version mit Hinterradantrieb wird ab 58 555 Franken kosten. Mit Allradantrieb und umfangreicher Ausstattung als „First Edition“ sind 73 590 Franken fällig.

EQC: Der bessere, elektrische Mercedes

Er hat alles, was man sich von einem Mercedes wünscht. Und er fährt mit Strom. Der EQC ist der Anfang einer ganzen E-Auto-Familie mit Stern.
Philipp Aeberli