Opel
Neu geföhnt auf Kundenfang

Opel reitet in der Schweiz mit dem Meriva nicht gerade auf einer Erfolgswelle. Ob sich das nach dem Facelift ändert, wird sich weisen.

Markus Chalilow
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Opel Meriva

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HO

Keine 1000 Meriva hat Opel im laufenden Jahr verkauft. Das klingt zwar nicht schlecht aber: im Jahre 2006 zum Beispiel, als der alte Meriva längst nicht mehr taufrisch war, setzte man in einem Jahr fast 3000 Autos dieses Modells ab. Klar, einige Kunden sind zu anderen Opel-Modellen wie dem Mokka abgewandert. Trotzdem dürfte man in Rüsselsheim und beim Schweizer Importeur eher enttäuscht sein. Der neue Meriva ist erst seit 2010 auf dem Markt und wir finden, es ist ein gutes Automobil. Auch wenn das spezielle Türkonzept mit gegenläufig öffnenden Portalen sicher nicht das Oberhammer-Verkaufsargument ist. Und, dass Opel bereits nach drei Jahren eine aufgefrischte Version auf die Räder stellt, spricht ebenfalls eine deutliche Sprache. Und, was ist nun neu, am Neuen? Das übliche ist man versucht zu sagen, zumindest äusserlich. Chrom hier und dort, neue Scheinwerfer und Heckleuchten, und innen mehr elektronische Helferlein. Darunter zum Beispiel das IntelliLink-Infotainment-Systemen der neuesten Generation mit Sprachsteuerung fürs Navi. Unter der Haube ist einiges anders: der neukonstruierte 1.6 CDTI – bislang exklusiv dem grossen Bruder Zafira vorbehalten – schnurrt nun auch unter der Meriva-Haube. Zunächst ist der Diesel nur in der stärksten Variante mit 136 PS lieferbar. Dazu gibts zwei 1,4-Liter-Benzinmotoren mit 120 PS und 140 PS, welche auch in der Kombination mit einer besonders reibungsarmen Sechsgang-Automatik erhältlich sind. Bestellen kann man den neuen Meriva ab Dezember, bis dahin werden auch die Preise kommuniziert.