Der Fiat 500 wird zu 100% elektrisch. Ein mutiger Schritt, schliesslich ist der kleine Fiat das meistverkaufte Modell der Marke und quasi deren Rückgrat.
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Wurde zum Kult-Auto:  Die zweite Generation des Fiat 500 war eine Revolution. Sie ermöglichte vielen Menschen in der Nachkriegszeit einen erschwinglichen Zugang zu individueller Mobilität.
Der neue 500 startet zunächst als Cabrio in der limitierten Sonderedition "La  Prima". Diese kommt mit Vollausstattung, inklusive eingravierter Produktionsnummer.
Zeitgemäss soll auch das Infotainment namens "Uconnect 5" sein: Fiat hat es komplett neu entworfen, bedient wird es über einen grossen Touch-Screen.
Zusätzlich gibt es drei weitere Sondermodelle, von denen jeweils nur ein Exemplar gebaut wurde. Sie wurden von den Designer-Marken Armani, Bvlgari und Kartell mit teils recycelten Materialien veredelt. Im Bilder der "Mai Troppo" ("niemals zu viel") von Bvlgari. Der Lack enthält wiederverwerteten Goldstaub aus der Schmuckherstellung. Die drei Modelle werden für einen guten Zweck versteigert.

Der Fiat 500 wird zu 100% elektrisch. Ein mutiger Schritt, schliesslich ist der kleine Fiat das meistverkaufte Modell der Marke und quasi deren Rückgrat.

HO

Der Fiat 500 wird zum reinen E-Auto

La Dolce Vita rein elektrisch: Fiat will mit der dritten Generation des 500 eine „Eco-Revolution“ starten

Georg Ueding
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Als die zweite Generation des Fiat 500 im Jahre 1957 lanciert wurde, war das Auto eine Revolution. Sie ermöglichte vielen Menschen in der Nachkriegszeit einen erschwinglichen Zugang zu individueller Mobilität. Über die Jahre wurde das Auto Kult: Mit seinem knuffigen Design und den Vorzügen seiner geringen Grösse eroberte er die Herzen Vieler im Sturm. Mit der vierten Generation des beliebten Kleinwagens will Fiat diese Revolution nun wiederholen, nur diesmal auf ökologische Art: Der 500 wird zu 100% elektrisch. Ein mutiger Schritt, schliesslich ist der kleine Fiat das meistverkaufte Modell der Marke und quasi deren Rückgrat. Sogar 2019, also im 12. Baujahr, verkaufte sich die jetzt auslaufende, vierte Generation noch 375 000 Mal - allein in die Schweiz gingen mehr als 3700 Stück. So viel, wie nie zuvor. Diesen Kassenschlager will Fiat nun komplett auf E-Antrieb umstellen.

Die Konkurrenz für den kleinen Fiat ist gross

Doch das allein wird nicht reichen. Der Trend zum elektrischen Kleinwagen für die Stadt ist nicht neu, der Wettbewerb gross. Der 500 hebt sich jedoch von der Konkurrenz ab: Die 42kWh-Batterie ist für seine Fahrzeugklasse erstaunlich gross. Sie ermöglicht laut Hersteller eine Reichweite von 320 km im WLTP-Zyklus, bei reiner Stadt-Fahrt im WLTP City-Zyklus steigt die Reichweite sogar auf 400 km. Ein durchaus beachtlicher Wert. Natürlich muss der 500 nicht ausschliesslich in der Stadt bewegt werden: 118 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h reichen auch für gelegentliche Autobahnfahrten aus.

Auch beim Schnellladen bietet der 500 mehr, als es in seiner Klasse üblich ist. Via CCS2-Anschluss kann der 500 mit bis zu 85kW laden, sodass die Batterie nach 35 Minuten zu 80% voll ist. Nur fünf Minuten Ladezeit sollen ausreichen, um 50 km Reichweite zu gewinnen.

Dazu wartet der Fiat mit einer ganzen Reihe an Assistenzsystemen auf, die bisher noch selten in Kleinwägen zu finden waren: Eine 360° Kamera ist ebenso verfügbar wie Systeme für teilautonomes Fahren. Das System soll neben anderen Fahrzeugen auch Radfahrer und Fussgänger zuverlässig erkennen, und damit den Fahrer gerade in der Stadt unterstützen können. Zeitgemäss soll auch das Infotainment sein: Fiat hat es komplett neu entworfen, bedient wird es über einen grossen Touch-Screen.

Klingelndes Handy auf Rädern

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des neuen Fiat 500 ist das künstlich erzeugte Motorgeräusch, das zum Schutz von Fussgängern bei geringen Geschwindigkeiten erklingt. Statt des bei anderen Herstellern üblichen, künstlichen Elektro-Surrens, kann der kleine Italiener auf Wunsch eine Melodie abspielen. Diese soll man künftig, wie bei Klingeltönen am Handy, individuell auswählen und herunterladen können. „Die Welt der elektrischen Stadtautos muss charismatischer werden“, erklärt Fiat Markenchef Olivier Francois. Der kleine Fiat hat das Zeug dazu.


Ganz in der Tradition der letzten Generation, von der es über die Jahre mehr als 30 Sondermodelle gab, startet der 500 zunächst als Cabrio in der limitierten Sonderedition „La Prima“ (Die Erste). Diese kommt mit Vollausstattung, inklusive eingravierter Produktionsnummer. Der „La Prima“ ist zu einem Preis von 39 990 Franken ab sofort vorbestellbar. Beim Bestellprozess folgt Fiat dem aktuellen Trend zur Onlinebestellung, die nach Tesla nun auch bei Citroën mit dem Ami Einzug hält: Im Internet soll der Fiat in drei einfachen Schritten konfiguriert und bestellt werden können.

Edle Sondermodelle für den guten Zweck

Zusätzlich zur „La Prima“ gibt es drei weitere Sondermodelle, von denen jeweils nur ein Exemplar gebaut wurde. Sie wurden von den Designer-Marken Armani, Bvlgari und Kartell mit teils recycelten Materialien veredelt und werden für einen guten Zweck versteigert. Der Erlös geht an die „Earth Alliance“, eine von Leonardo DiCaprio mitgegründete Umweltschutzorganisation.

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