Funktional (Fiat Panda, links) oder stylish (Fiat 500, rechts): Beides will Fiat mit seinen ersten Hybridmodellen abdecken.

Funktional (Fiat Panda, links) oder stylish (Fiat 500, rechts): Beides will Fiat mit seinen ersten Hybridmodellen abdecken.

HO

Fiat 500 und Panda jetzt auch als Hybrid

Ein wenig verzögert, aber nicht weniger ambitioniert, bringt Fiat seine ersten Modelle mit Hybridantrieb auf den Markt.

Georg Ueding
Hören
Drucken
Teilen

Besser spät, als nie: Fiat bringt den 500 und den Panda auch als Mildhybrid auf den Markt. Die „Hybrid Launch Edition“ genannten Modelle kommen mit einer Kombination aus einem neuen 1L Dreizylindermotor mit 70 PS und einem riemengetriebenen Startergenerator, der 5 PS liefert. Fiat verspricht eine Reduktion von CO2 Emissionen und Verbrauch von bis zu 30%. Ob diese tatsächlich eingehalten werden, bleibt allerdings abzuwarten: Definitive Werte liegen noch nicht vor.

Als weiteren Vorteil nennt man ausserdem, dass Fahrer der beiden Hybriden in vielen europäischen Städten einfacher und günstiger an Parkplätze kämen, da Hybridfahrzeuge vielerorts subventioniert würden.

„Wir steigen zum exakt richtigen Zeitpunkt ein“, erklärt Fiat Europa-Chef Luca Napolitano. „Endlich ist der Markt reif“. Das mag aus Fiats Sicht so stimmen, allerdings ist die Technologie, die in den beiden Kleinwägen zum Einsatz kommt, längst nichts Neues mehr. Bereits 2019 wurden in der Schweiz über 40.000 Autos mit alternativen Antrieben zugelassen, davon über 26.000 Hybridfahrzeuge. Fiat ist somit also eher spät in den wachsenden Markt eingestiegen.

Sitze aus recyceltem Plastik

Die Sitze beider Fahrzeuge bestehen zum Teil aus „Seaqual Yarn“, einem Stoff aus recyceltem Plastik, das zu 10% aus dem Meer und zu 90% vom Land stammt. Auch das ist keine Weltneuheit und kommt bei anderen Herstellern bereits zum Einsatz. Doch ist die Idee, in allen Belangen nachhaltiger zu werden, auf jeden Fall lobenswert.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung

Erfreulich ist auch der Preis: während sich andere Hersteller die vergleichsweise einfache Mildhybrid-Technologie meist teuer bezahlen lassen, kostet der 500 Hybrid mit einem Basispreis von 20.790 Franken lediglich 500 Franken mehr als das bisherige Topmodell „Rockstar“. Zum Panda finden sich noch keine Preise, aber auch hier wird der Aufschlag vermutlich nicht höher sein.

Beide Autos sind auf jeden Fall ein erster Schritt in die richtige Richtung. Durch den Zusammenschluss mit dem französischen PSA-Konzern kriegen die Italiener deutlich mehr technische Möglichkeiten, um die hoch gesteckten Ziele auch zu erreichen.

Mehr zum Thema