SUV oder Kombi? Beides!

Der VW Passat Alltrack im Test: Taugt die Kreuzung aus SUV und Kombi?

Philipp Aeberli
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Auch wenn die Marktanteile von SUVs stetig steigen: Die hochbeinigen Geländewagen-Abkömmlinge haben nicht nur Freunde. Was tun, wenn man aus praktischen oder ideologischen Gründen kein SUV fahren möchte, den einen oder anderen Vorteil, wie zum Beispiel die höhere Sitzposition, aber doch nicht missen möchte – und man vielleicht ab und zu tatsächlich auf ein wenig Geländegängigkeit angewiesen ist, weil man vielleicht einen Feldweg erklimmen will?Die Lösung ist der Auto gewordene Kompromiss: ein Geländekombi wie zum Beispiel der jüngst modernisierte VW Passat Alltrack.

Der VW Passat Alltrack will die Lücke zwischen SUV und Kombi schliessen.
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Der Alltrack ist ab 52 450 Franken zu haben.
Etwas mehr Bodenfreiheit, Schutzverkleidungen und Offroad-Fahrprogramme machen ihn tauglich für leichtes Gelände.
Im Grunde bleibt der Alltrack aber ein klassischer Passat Kombi mit viel Platz und diskreter Optik.
Grosse Heckklappe und tiefe Ladekante erleichtern das Beladen.
Bequemer Arbeitsplatz: Die leicht erhöhte Sitzposition erleichtert das Einsteigen.
Digital-Cockpit und neues Touchscreen-Navi im Facelift-Passat.
Ausreichend: Das Platzangebot auf der Rückbank.
Der Kofferraum fasst laut Datenblatt 650...
...bis 1780 Liter.
2-Liter-Diesel mit 190 PS und 400 Nm Drehmoment.
Auf der Strasse gefällt der gute Federungskomfort.
VW Passat Alltrack: Der Kompromiss zischen SUV und Kombi gefällt.

Der VW Passat Alltrack will die Lücke zwischen SUV und Kombi schliessen.

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Vom bekannten Passat Variant, wie der Kombi bei den Wolfsburgern genannt wird, unterscheidet er sich vor allem durch schützende Verkleidungen rundum und am Unterboden und rund drei Zentimeter mehr Bodenfreiheit.Das klingt nach wenig, ist aber schon beim Einsteigen spürbar: Man lässt sich weniger in den Fahrersitz fallen, als dass man sich einfach hinsetzt. Eine Feinheit, die aber im Alltag einen entscheidenden Unterschied machen kann. Das gilt auch unterwegs. Man sitzt einen Hauch höher und fühlt sich dadurch etwas erhabener. Noch wichtiger: Der längere Federweg und die leicht sanftere Abstimmung sorgen für besseren Federungskomfort. Dass sich der Kombi dafür etwas mehr in die Kurve neigt und dadurch wenig sportlich wirkt, fällt nicht störend auf; der Alltrack ist eher ein gemütlicher Gleiter. Dazu passt auch der im Testwagen verbaute 2-Liter-Diesel mit 190 PS. Er gibt sich vor allem beim Kaltstart klar als Diesel zu erkennen, harmoniert aber abgesehen von einer leichten Anfahrschwäche gut mit dem 7-Gang-DSG-Getriebe samt Allrad-Verteilung. Dank 400 Nm Drehmoment ist der Alltrack damit auf jeden Fall ausreichend motorisiert – und mit einem Normverbrauch von 6,2 bis 7,0 l/100 km gemessen am Nutzwert durchaus vernünftig unterwegs. Denn auch als «Alltrack» bleibt die grösste Stärke des Passat-Kombis sein Kofferraum: Er fasst laut Datenblatt 650 bis 1780 Liter – und im Alltag einfach fast alles, was man mitnehmen möchte. Denn der Laderaum ist eben, frei von Ecken und Nischen und dank tiefer Ladekante leicht zu beladen.

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