Traditionelle Farben, neue Technik

Alfa Romeo frischt die Topmodelle von Giulia und Stelvio auf. Nebst neuen Farben gibt es nun endlich auch mehr Fahrassistenz.

Philipp Aeberli
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Alfa Romeo Giulia QV (links) und Stelvio QV.

Alfa Romeo Giulia QV (links) und Stelvio QV. 

Bild: HO

An Charme und Emotionen hat es den Quadrifoglio-Modellen von Alfa Romeo Stelvio und Giulia noch nie gefehlt. Sowohl das SUV, als auch die Limousine erfreuten seit ihrer Lancierung mit faszinierender Fahrdynamik und stimmigem Design. Die Überarbeitung der 2017 respektive 2016 erschienen Modelle fällt also optisch dezent aus - mit Ausnahme der neuen Lackfarben "Orca GT Junior" und "Verde Montral". Letztere ist eine Hommage an den legendären Alfa Romeo Montreal, der 1970 erschien. 

Unveränderte Stärken

Giulia und Stelvio markierten das grosse Revival der Traditionsmarke Alfa Romeo - und wurden dafür entsprechend gefeiert. Nicht nur das zeitlose und elegante Design stiessen auf Anklang, sondern auch die Fahrdynamik, gerade bei den Topmodellen "Quadrifoglio Verde". Das grüne Kleeblatt verweist auf die Rennsport-Geschichte der Marke und steht bei beiden Modellen für 510 PS aus einem V6-Biturbo Motor - welcher bei der Modellpflege nicht angerührt wird. Auch das Fahrwerk und das Allradsystem des Stelvio QV bleiben unverändert. 

Mehr Fahrassistenz

Kritisiert wurden Stelvio und Giulia, die beide auf der selben Plattform aufbauen, dagegen für ihre inneren Werte:  Das Infotainmentsystem wirkte schon von Beginn weg etwas veraltet, Fahrassistenten waren kaum verfügbar. Das ändert Alfa Romeo nun: Im neuen Modelljahr sind Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio und Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio mit neuen, in Zusammenarbeit mit Bosch entwickelten elektronischen Fahrerassistenzsystemen ausgestattet, die das sogenannte Autonome Fahren auf Stufe 2 ermöglichen. Dieses Level wird per Definition dann erreicht, wenn das Fahrzeug unter bestimmten Bedingungen die Steuerung von Gaspedal, Bremse und Lenkung übernimmt. So kann das Auto nun Lenkeingriffe vornehmen, um ein Abkommen von der Spur oder eine Kollision beim Spurwechsel zu verhindern.  Ein Müdigkeitswarner über wacht die Aufmerksamkeit des Fahrers, die Temposchilder erkennt der Alfa nun über eine Kamera und zeigt entsprechende Tempolimits im Tacho-Display an. Die Verbindung aus Radartempomat und Lenkassistent ermöglicht nun auf der Autobahn oder im Stau teilautonomes Fahren, wobei die Hände des Fahrers weiterhin am Lenkrad bleiben müssen.

Cockpit Alfa Romeo Giulia QV.

Cockpit Alfa Romeo Giulia QV.

Bild: HO

Das Infotainment-System wurde mit einem grösseren Screen (8,8 Zoll) und einer Online-Anbindung für Verkehrsdaten in Echtzeit und weitere Funktionen aufgerüstet.

Die Preise für die Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Verde starten bei 96 900 Franken, der Stelvio QV mit Q4-Allradsystem kostet ab 109 900 Franken. 

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