Auszeichnung
bz-Mitarbeitende gewinnen den Schweizer Reporter:innenpreis 2021

Für ihre Langzeitreportage über den abgewählten Basler Regierungsrat Baschi Dürr wurden Silvana Schreier, Benjamin Rosch und Leif Simonsen mit dem Schweizer Reporter:innenpreis ausgezeichnet.

Patrick Marcolli
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Leif Simonsen, Silvana Schreier und Benjamin Rosch (von links).

Leif Simonsen, Silvana Schreier und Benjamin Rosch (von links).

Bild: Roland Schmid

Während vier Monaten begleiteten die bz-Mitarbeitenden Benjamin Rosch, Silvana Schreier und Leif Simonsen den zu diesem Zeitpunkt noch amtierenden Basler Regierungsrat Baschi Dürr bei öffentlichen Auftritten, Podien, Strategiesitzungen oder auch beim Flyern für den Wahlkampf. Das Resultat: das Protokoll einer Abwahl, welches sich in der Zeitung über vier Seiten erstreckt (siehe unten). Nun wurden die drei mit dem Schweizer Reporter:innenpreis 2021 und einem Preisgeld in der Höhe von 5'000 Franken ausgezeichnet. Die bz-Redaktion freut sich für ihre Kollegin und ihre Kollegen und gratuliert ihnen ganz herzlich zu dieser wichtigen Auszeichnung!

Der Artikel zum Nachlesen

Die Beurteilung der Jury

«Die Jury lobt die qualitative Schreib- und Beobachtungsweise des Siegertextes, die es erlaubten, eine intensive Nähe zu kreieren, ohne dabei je die nötige Distanz zu verlieren. Die Geschichte sei deswegen ein Beispiel für «Lokaljournalismus at its best». Gerade auch die kleineren Momente dieser Langzeitbegleitung seien sprachlich intensiv eingefangen und ermöglichten so einen intimen Einblick in die entscheidenden Momente eines politischen Wahlkampfs auf kantonaler Ebene.

Des Weiteren möchte die Jury honorieren, dass der Text auch immer wieder auf die Verflechtung von Lokaljournalismus und lokaler Politik eingeht. Der Text scheue sich nicht, zu zeigen, wie eng verknüpft diese beiden Sphären sind, und welchen gegenseitigen Einfluss sie ausüben. Die mit dem Schweizer Reporter:innenpreis 2021 ausgezeichnete Reportage zeige damit, welch wichtigen Beitrag eine solch intensive journalistische Auseinandersetzung mit einem Lokalthema für die Schweizer Medienlandschaft darstellt.»

Statement der Gewinnerin und der Gewinner

«Wir möchten uns ganz herzlich für den Reporter:innen-Preis bedanken. Zu keinem Zeitpunkt hatten wir damit gerechnet, zumal alle Werke auf der Shortlist vielfältigen, tiefgründigen und kreativen Journalismus beweisen. Die Auswahl zeigt, dass in vielen Landesteilen täglich gute Arbeit geleistet wird – und das ist ja nur die Spitze des Eisbergs.

Bedanken möchten wir uns aber auch bei allen, die uns den Rücken frei gehalten haben für unsere Repo. Es ist das Fiese an diesen Preisen: Sie bilden nur schlecht ab, dass Journalismus immer ein Mannschaftssport ist. Danke also an die Layouter und Fotografinnen, Korrektoren und nicht zuletzt alle Kolleginnen in der Redaktion, die für uns in die Bresche gesprungen sind und es immer wieder tun.

Der letzte Dank gebührt dem Protagonisten: Baschi Dürr hat uns einen exklusiven und komplett unkomplizierten Zugang gewährt, ohne dass er davon irgendwie profitiert hätte. Auch auf solchen Mut sind Journalist:innen angewiesen.»

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