Basler Rheinschwimmen

4000 wagten den «Schwumm im Bach» – einige öffneten für uns ihren Schwimmsack

Gegen 4000 Schwimmerinnen und Schwimmer haben am Dienstagabend am traditionellen Basler Rheinschwimmen teilgenommen. Doch was macht den Reiz dieser Grossveranstaltung aus? Wir haben nachgefragt.

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Teilnehmende jeglichen Alters stiegen ab 18 Uhr unter vorbeiziehenden Wolkenfeldern am Kleinbasler Ufer zwischen Schwarzwald- und Wettsteinbrücke in die Fluten. Bei rund 24,2 Grad Wassertemperatur liessen sie sich 1,8 Kilometer weit durch die Stadt den Strom hinuntertreiben. Während des Anlasses blieb die Rheinschifffahrt sicherheitshalber eingestellt.

Zwar hatte es nach der langen Hitzeperiode deutlich aufgefrischt, dennoch sorgte der «Schwumm» im «Bach» – wie die Basler ihren Rhein gerne nennen – auch bei einer Lufttemperatur von «nur» noch 26 Grad für viel Spass. Im Vorjahr waren 4500 Personen mitgeschwommen; der Rekord von 6000 Schwimmenden datiert von 2012.

Am Ziel bei der Johanniterbrücke erhielten die Teilnehmenden traditionsgemäss eine Urkunde, eine Medaille und eine kleine Stärkung. Rettungsschwimmer der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) sowie Boote von Polizei und Wasserfahrvereinen begleiteten die Leute im Wasser. (sda)

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Nachgefragt

Was macht eigentlich den Reiz dieser Grossveranstaltung aus? Wer sind die vielen Schwimmer und was packen sie vor dem «Schwumm» in ihren Schwimmsack? Wir haben bei einigen Teilnehmenden nachgefragt.

Nadja und Mauro aus Basel Die beiden sind fleissige Rheinschwimmer, aber nur bei warmen Temperaturen. Das Gewässer kennen sie gut und erleben daher nie kritische Situationen. «Dieses Jahr war der Wasserstand auch sehr tief, da fühlten wir uns immer sicher», erklärt Mauro. Zu einem sicheren Rheinschwumm gehören bei dem Paar aber immer Schwimmschuhe dazu.
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Tabea und Elena aus Einsiedeln Die beiden Schwestern trauten sich heute zum ersten Mal in den Rhein. Beide schwimmen aber sehr gerne und freuen sich auf die Abkühlung. «Ich bin ohnehin ein Adrenalin-Junkie und habe keine Angst», lacht Tabea. Das Rheinschwimmen wurde ihnen von Freunden empfohlen. Neben Badetuch, Handy und Kleidung haben sie auch immer Sonnencreme in ihrem Schwimmsack.
Timo, Basel «Geld, Handy, Bier.» Das hat Timo alles in seinen Schwimmsack gepackt. Er springt zwei Mal wöchentlich in den Rhein und es macht ihm auch nichts aus, wenn dieser zehn Grad kälter ist als im Moment. Er nutzt den Anlass, um zwei unerfahrenen Kollegen, die gerade in Basel zu Besuch sind, das Rheinschwimmen näher zu bringen.
Cecile aus Riehen Ist eine leidenschaftliche Rheinschwimmerin. «Bestimmt schon mindestens 20 mal» war sie dieses Jahr im Fluss. Die Temperaturen müssen dabei aber schon angenehm warm sein. Die geübte Schwimmerin packt neben Kleider und Handtuch nur ein bisschen Geld für alle Fälle in ihren Schwimmsack.
Elias und Gianluca aus Schopfheim (DE) Die Brüder kannten den Rhein bis heute nur aus dem Schwimmbad. Um den «echten» Fluss zu testen, haben ihre Eltern sie ans Rheinschwimmen mitgenommen. «Wenn es Wellen von Schiffen gibt, wird das Schwimmen etwas anstrengend», wissen die beiden aber schon. Angst haben sie aber keine – im Gegenteil, sie können es kaum erwarten, ins Wasser zu kommen.

Nadja und Mauro aus Basel Die beiden sind fleissige Rheinschwimmer, aber nur bei warmen Temperaturen. Das Gewässer kennen sie gut und erleben daher nie kritische Situationen. «Dieses Jahr war der Wasserstand auch sehr tief, da fühlten wir uns immer sicher», erklärt Mauro. Zu einem sicheren Rheinschwumm gehören bei dem Paar aber immer Schwimmschuhe dazu.

Alice Guldimann