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Abstimmung über neues Einkaufscenter in Weil

Am 19. Juli dürfen Bürger von Weil am Rhein über das Projekt Einkaufscenter entscheiden - die Genehmigungsbehörde hat keine Einwände.

Peter Schenk
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So könnte das neue Einkaufscenter Dreiländergalerie in der Nähe der Endhaltestelle des 8er-Trams in Weil am Rhein in einigen Jahren aussehen.

So könnte das neue Einkaufscenter Dreiländergalerie in der Nähe der Endhaltestelle des 8er-Trams in Weil am Rhein in einigen Jahren aussehen.

ZVG/Cemagg

Das oberhalb des Weiler Bahnhofs und in der Nähe der Endhaltestelle des 8er-Trams an der sogenannten Hangkante geplante neue Einkaufscenter ist einen Schritt weiter. Laut «Badische Zeitung» wird am 19. Juli ein Bürgerentscheid zu dem Vorhaben stattfinden.

Auch noch ein Outlet im Südelsass

Nach dem zwischen Euro-Airport und Saint-Louis bereits die Rede von einem Megacenter mit 40'000 bis 60'000 Quadratmetern Verkaufsfläche war, ist nun ein wenig weiter nördlich ein grosses Outlet mit 126 Shops in der Diskussion. Zwei Investoren sollen interessiert sein. Einer ist bekannt: Hinter dem Konzept «Marques Avenue» steckt die Gruppe «Concepts & Distribution», die in Frankreich zehn derartiger Zentren betreibt. Zuerst war das Outlet in Sainte-Croix-en-Plaine bei Colmar geplant . Die notwendige Änderung des Zonenplans wurde aber von den Politikern abgelehnt . Als neue Standorte sind nun Niederentzen und Ensisheim im Gespräch, 55 beziehungsweise 44 Kilometer nördlich von Basel.

Es handelt sich dabei bei einer Investition von 70 Millionen Euro um 50 bis 60 Shops auf einer Verkaufsfläche von 16'500 Quadratmetern. Betreiber, Eigentümer und Investor wird die Hamburger Firma Cemagg sein, ein Familienunternehmen, das in Deutschland bereits fünf Shoppingcenter besitzt.

Grüne Zettel nur an Autobahn stempeln

Eine CDU-Abgeordnete des Weiler Stadtparlaments hat in der letzten Sitzung des Finanzausschusses vorgeschlagen, die grünen Zettel für die Mehrwertsteuererstattung in Stosszeiten nur noch am Autobahngrenzübergang abzustempeln, berichtete die «Badische Zeitung». Die Stadträtin Julia Lindner argumentierte damit, dass die Staus vor den beiden Grenzübergängen Otterbach und Friedlingen zu den Hauptverkehrszeiten Auswirkungen bis in die Stadt zeigen. «Wenn die vielen Schweizer, die sich vor der Grenze stauen, dort die Mehrwertsteuerzettel nicht mehr bearbeitet bekommen, dann fahren sie entweder durch oder nehmen gleich einen anderen Weg in die Schweiz», habe sie gesagt.

Auf wenig Begeisterung stiess der Vorschlag beim deutschen Zoll und auch beim Manager des Rheincenters, die beide von der Zeitung befragt wurden.

Allerdings müssen für ein Ja mindestens 25 Prozent der Wahlberechtigten abstimmen. Ob es gelingen wird, so viele Weiler zu bewegen, sich zum Vorhaben zu äussern, ist noch unklar. Sollte das Quorum nicht zustande kommen, wird bei einem Ja das Stadtparlament über das neue Center entscheiden.

Noch eine detaillierte Prüfung

Bevor dann gebaut werden kann, muss allerdings vorher noch ein sogenanntes «Raumordnungsverfahren» durchlaufen werden, eine detaillierte Prüfung des Vorhabens, bei der das Angebot der verschiedenen Shops auch noch verändert werden kann. Das Verfahren dauert ungefähr ein Jahr.

Während Baubürgermeister Christoph Huber kein Datum für die Eröffnung nennen mag, gehen die Investoren davon aus, dass es Ende 2017 oder Anfang 2018 fertig sein könnte.