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Ausgelassene und keine Chancen: Niederlagen für die Black Stars und Muttenz

Die Black Stars betreiben im Schweizer Cup Chancenwucher. Muttenz beisst sich derweil an Zug die Zähne aus.

Alan Heckel
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Die Muttenzer fanden die Lücke im Defensivverbund der Zuger nicht.

Die Muttenzer fanden die Lücke im Defensivverbund der Zuger nicht.

Roger Zbinden

Die 0:1-Niederlage in der letzten Promotion-League-Runde bei Bavois, als die Spieler der Black Stars diverse Chancen ungenutzt liessen und der Gegner ihre einzige verwertet hatte, wollten die Basler möglichst schnell vergessen machen. Da kam die 1. Runde im Schweizer Cup gerade richtig, denn der Gegner, der FC Monthey, spielt zwei Spielklassen tiefer als die Sterne. Selbstvertrauen tanken und eine Runde weiterkommen. So war das zumindest vor Anpfiff angedacht.

Doch nach 95 Minuten im Walliser Dauerregen war es das Heimteam, das den Einzug in die nächste Runde bejubelte. Mit 2:1 hatte der Aussenseiter gewonnen. Neben Kampf und Leidenschaft war es die bessere Chancenauswertung, die das Weiterkommen Montheys garantierte. Während die Gäste ein halbes Dutzend Hochkaräter liegen liessen, war der Underdog deutlich effizienter.

Dabei war der Zwei-Klassen-Unterschied über die gesamte Dauer sichtbar. Die Basler hatten den Ball, liessen ihn laufen, kamen immer wieder in der letzten Zone zum Abschluss, doch über die Linie brachten sie das Spielgerät nicht. Dennoch begann es gut für den Favoriten, weil Kevin Martins in der 6. Minute eine scharfe Hereingabe ins eigene Netz lenkte.

Black Stars wird für Chancenwucher bestraft

Es folgten diverse Gelegenheiten, den Match frühzeitig zu entscheiden. Doch weil es nach 23 Minuten nicht 0:3 oder 0:4 stand, bedeutete Thibault Constantins Treffer den Ausgleich. Die Gastgeber fassten neuen Mut, verteidigten solidarisch und zwangen das Glück auf ihre Seite. Denn in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs sprang der Ball im Anschluss an ein Gewühl im Black-Strafraum Guillaume Baillifard vor die Füsse, der aus wenigen Metern zum 2:1 traf. Und weil die katastrophale Chancenauswertung der Basler nach dem Seitenwechsel ihre Fortsetzung fand, mussten sie mit einer unerwarteten Niederlage die Heimreise antreten.

Muttenz kommt gegen Zuger Bollwerk nicht durch

In der 1. Liga hatte der SV Muttenz derweil das Auswärtsspiel in Zug zu bestreiten. Das Heimteam trat ultradefensiv auf, sodass die Gäste von Beginn weg optisch überlegen waren. Doch vor dem gegnerischen Tor fehlte ihnen die Durchschlagskraft, denn Tormöglichkeiten hatten sie keine. Zwar wurde Robin Hänggi in der 27. Minute schön freigespielt, doch er schoss aus guter Position genau auf Goalie Mario Pastore. Vier Zeigerumdrehungen vorher hatte Srdan Sudar die Gäste gar in Führung gebracht, soll aber beim Querpass Nicola Gassmanns im Offside gestanden haben.

Die Zuger gingen in der 36. Minute in Führung, als nach einem abgewehrten Corner der Ball erneut in die Mitte gespielt wurde, wo der völlig allein gelassene Cleric Njau einschieben konnte. In der Folge igelten sich zehn Innerschweizer in der eigenen Hälfte ein, während die Baselbieter kein Rezept fanden. Ein Befreiungsschlag fand in der 70. Minute den Weg in den Mittelkreis, wo Mamadou Sylla, der einzige «Offensivspieler» des Heimteams loszog und aufgrund der zu wenig entschlossen eingreifenden Muttenzer Verteidiger bis in den Sechzehner kam, wo er zum 2:0 traf.

Das 3:0 tief in der Nachspielzeit war eine Kopie des 1:0. Torschütze war erneut Zugs Abwehrchef Njau. Allerdings waren die Baselbieter zu diesem Zeitpunkt in der Unterzahl, weil Adriano Ferreira in der 87. Minute Joan Avila mit einer Notbremse gestoppt hatte. Ein weiterer Beleg dafür, dass die Rotschwarzen einen gebrachten Tag eingezogen hatten. Einziger Lichtblick war die Tatsache, dass mit Loris Minnig und Cedric Haas zwei wichtige Spieler nach längerer Verletzungspause ihr Comeback gaben.
Mit der Pleite gegen Zug bleibt Muttenz somit auf einem Sieg in drei Spielen sitzen.