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Auslandsaufenthalt leicht gemacht – und nebenbei noch Englisch lernen

Schulen aus den USA, Kanada, Neuseeland und Australien stellen an er High School Insider Messe «Insierfair» in Lörrach ihr Angebot für einen Auslandsaufenthalt vor.

Peter Schenk
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Auf der Messe Insiderfair stellen sich englischsprachige Schulen für einen Auslandsaufenthalt vor. ZVG

Auf der Messe Insiderfair stellen sich englischsprachige Schulen für einen Auslandsaufenthalt vor. ZVG

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Normalerweise findet die «High School Insider Messe» in grossen Städten wie Hamburg, Berlin, Mailand oder Madrid statt. Am kommenden Donnerstag kommt die «Insiderfair» erstmals in die Region Basel. 15 bis 20 Vertreter von englischsprachigen Schulen aus den USA, Kanada, Neuseeland oder Australien erklären in Lörrach, natürlich auf Englisch, aus erster Hand ihr jeweiliges Schulsystem und vermitteln Eindrücke von ihrem Land. Zusätzlich gibt es Informationen zu Organisation und Visafragen, ausserdem geben Jugendliche Auskunft, die einen derartigen Aufenthalt schon einmal gemacht haben.

«Viele Eltern sind unsicher, wenn ihre Kinder schlecht in der Schule sind, aber sie können trotzdem gehen. Die Noten sind nicht das Problem. Sie gehen dort normal in die Schule», betont Mitorganisatorin Christine Lehr. Gesetzt sind die Fächer Mathematik und Englisch, aber sonst gibt es sehr viele Wahlmöglichkeiten, und man kann sich den Stundenplan selbst zusammenstellen. In Neuseeland zum Beispiel spielen Outdoor-Aktivitäten wie Kajak, Klettern, Wandern, Surfen und Ski fahren eine wichtige Rolle.

Viel Sport im Angebot

Generell wird viel Sport, aber auch Theater oder tägliche Schreinerarbeiten angeboten. «In Kanada wählen vor allem viele Jungen Eishockey oder Ski fahren», berichtet Lehr, die auch für die Firma für Auslands-Sprachaufenthalte «Southern Cross» arbeitet. Die Schulen, die sich in Lörrach vorstellen, bieten Aufenthalte ab acht Wochen an, möglich sind auch drei Monate, ein halbes oder ein ganzes Jahr; verlängern geht immer. Für das ideale Alter hält Lehr 15 oder 16 Jahre, aber es gab auch schon 13-Jährige oder sogar einen 12-Jährigen, der in die Fremde wollte. Zwei Drittel der Teilnehmer sind Mädchen, zu 90 Prozent sind sie in Familien untergebracht.

Lehrs eigene 16-jährige Tochter weilt derzeit in Neuseeland, der Sohn war schon einmal weg, ist aber jetzt erneut in Australien. «Ein Nachteil ist vielleicht, dass die Welt kleiner wird. Manche Eltern haben Schwierigkeiten damit, wenn ihr Kinder weit weg wollen.»

Das Englischlernen sei ein «Nebenprodukt» und stehe nicht im Mittelpunkt. Da könne es sein, dass eine Schülerin überzeugt ist, ihr Englisch werde einfach nicht besser, die Gastfamilie aber das Gegenteil beobachtet.

Ein Auslandsaufenthalt ist nicht ganz billig. Ein ganzes Jahr kostet bis 25 000 Euro, in Kanada ist er auch für 17 000 Euro zu haben. Mit dem derzeitigen Wechselkurs sei es für Teilnehmer aus der Schweiz aber interessant, betont Lehr. Während die Auslandsaufenthalte in Deutschland durch staatliche Stipendien unterstützt werden, wenn die Eltern nicht viel verdienen, gibt es derartige Möglichkeiten in den beiden Basel nicht.

Ein Auslandsaufenthalt lässt sich relativ spontan einfädeln. Für Australien und Neuseeland geht dies für diesen Sommer noch ab Juli, für Kanada und die USA ab September.

Insiderfair Do, 23. März, 17.30 – 21 Uhr, Altes Wasserwerk, Tumringerstr 269, beim Schwimmbad, Lörrach