RTVG

Bald Untertitel für Gehörlose auf Telebasel?

Am 14. Juni wird über das neue Radio- und TV-Gesetz abgestimmt. Von den Konsequenzen betroffen sind auch lokale Stationen wie Telebasel oder Radio Basilisk.

Benjamin Rosch
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Lokalstationen wie Telebasel und Radio Basilisk setzen sich für die Annahme des RTVG-Referendums ein.

Lokalstationen wie Telebasel und Radio Basilisk setzen sich für die Annahme des RTVG-Referendums ein.

Keystone

Schon bald entscheidet das Stimmvolk über eine Revision des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG). Lokalstationen wie Telebasel und Radio Basilisk setzen sich nun für die Annahme des Referendums ein. Noch ist aber nicht gesagt, dass damit mehr Geld aus dem Gebühren-Topf den Privaten zufallen würde – vorderhand steht nur zur Debatte, ob die Billag tiefer, dafür für alle Haushalte obligatorisch wird.

Podiumsdiskussion

Am Montag, 18. Mai, um 20 Uhr findet im Auditorium Markthalle in Basel eine Podiumsdiskussion zum RTVG statt. Teilnehmen werden Ständerat Claude Janiak (SP), Jürg Bachmann (Präsident Verband Schweizer Privatradios), Grossrat Joël Thüring (SVP) und Marcel Schweizer (Präsident Gewerbeverband Basel-Stadt. Moderation: Matthias Zehnder, Chefredaktor bz Basel.

Geschäftsführer Dominik Prétôt sieht noch einen weiteren Vorteil: «Dank dieser Umstrukturierung könnte Telebasel endlich die Untertitelung bestimmter Sendungen für Gehörlose einführen.» Dieses schon lange geplante Vorhaben sei sehr kostspielig, böte aber gemäss Prétôt mehrere Vorteile: «Unter anderem könnten wir so auch Zuschauer erreichen, die Mühe mit dem Verstehen der Mundart haben.» Telebasel erhält bislang jährlich 2,5 Millionen aus dem Gebührentopf.

100'000 Franken einsparen

Anders sieht die Lage für Radio Basilisk aus. Hier werden keine Gebühren ausgeschüttet. Dennoch hätte ein Ja an der Urne auch hier finanzielle Konsequenzen. «Wir werden bislang bei den Zustellungskosten für DAB+ zu 30 Prozent unterstützt. Mit dem neuen Gesetz wären dies neu 80 Prozent», sagt Verwaltungsratspräsident Matthias Hagemann.

Die Zustellung über den digitalen Kanal erledigt die Firma Swiss Media Cast. Die jährlichen Einsparungen dürften sich damit auf rund 100'000 Franken belaufen. Hagemann hält aber zur aktuellen Kampagne des Lokalradios fest: «Es geht dabei nicht um ein Gejammer um mehr Geld, sondern darum, die Konkurrenz für die privaten Stationen durch die SRG zurückzubinden: Regionaler Service public soll unsere Domäne bleiben.» Dazu gehöre auch, dass Sendungen wie das «Regionaljournal» Grenzen bezüglich der Sendungsdauer gesetzt werden.