Hilfe für die Kultur

Basel: 40 Millionen für notleidende Kulturveranstalter

Basel-Stadt erweitert die Corona-Ausfallentschädigungen. Neu auch für Musiklabels, Verlage, Buchhandlungen oder Galerien.

Mathias Balzer
Drucken
Teilen
Der Kanton Basel-Stadt stockt Hilfsbeiträge für Kulturunternehmen während der Corona-Krise auf. (Symbolbild)

Der Kanton Basel-Stadt stockt Hilfsbeiträge für Kulturunternehmen während der Corona-Krise auf. (Symbolbild)

KEYSTONE/AYSE YAVAS

Mit Ausfallentschädigungen können Kulturveranstalter ihre Verluste wegen der Corona-Krise abfedern. In Basel stehen für die Periode März bis Oktober 2020 15 Millionen Franken vom Kanton und 15 Millionen vom Bund zur Verfügung. Der Basler Regierungsrat hat diese Summe nun aufgestockt. Er stellt aus dem Krisenfonds weitere fünf Millionen zur Verfügung, ergänzt werden diese mit fünf Millionen aus der Bundeskasse. Somit stehen bis Ende 2021 insgesamt 40 Millionen Franken zur Verfügung.

Bis zum 20. September wurden bereits 460 Anträge bearbeitet und rund 7.936 Millionen gesprochen. Weitere 126 Anträge werden bis Ende Jahr behandelt. Welchen Kriterien die Gesuche entsprechen müssen, hat die bz in der Ausgabe vom 9. November beschrieben.

Der Geltungsbereich wird ausgeweitet

Im Einklang mit anderen Kantonen weitet der Regierungsrat den Geltungsbereich aus. Neu sind auch Musiklabels, Literaturverlage, sowie Vermittlungsprojekte von Kunstgalerien, Buchhandlungen und Bibliotheken antragsberechtigt. Zudem werden neu auch Unterstützungsbeiträge an Transformationsprojekte gesprochen.

Gemeint sind damit Projekte, mit denen Kulturunternehmen eine Anpassung an die durch Corona veränderten Verhältnisse bezwecken. Beispielsweise die Planung einer strukturellen Neuausrichtung oder Konzepte zur Publikumsgewinnung. Die Finanzhilfe für Transformationsprojekte decken höchstens 60 Prozent der Aufwände bis zu einer Obergrenze von maximal 300’000 Franken pro Kulturunternehmen.

Nach Auskunft von Katrin Grögel, Co-Leiterin Abteilung Kultur Basel-Stadt, kann heute noch keine Aussage dazu gemacht werden, ob die Gesamtsumme von 40 Millionen reichen wird, um Kulturveranstalter im nötigen Umfang zu unterstützen. Das liege an den Unabwägbarkeiten der Pandemie und der nötigen Massnahmen dagegen. Allenfalls müsste die Lage im Laufe des kommenden Jahres neu beurteilt werden.