Abfall

Basel testet die Solarkübel: Nächster Versuch – und jetzt sogar mit Fussbedienung

Jetzt aber richtig: Basel testet Solar-Abfallcontainer durch. Elf verschiedene solarbetriebene Container in der Stadt von insgesamt sechs Anbietern sollen von Baslerinnen und Baslern ausprobiert werden. Dem Sieger winkt ein flächendeckender Auftrag.

Andreas Schwald
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Die Stadt Basel soll flächendeckend solarbetriebene Abfalleimer erhalten.

Die Stadt Basel soll flächendeckend solarbetriebene Abfalleimer erhalten.

bz

Mit solarbetriebenen Abfallkübeln tut sich Basel seit einer Weile schwer. Vor Jahren scheiterten schon Versuche zur Einführung dieser automatischen Müllpressen, sei es wegen der Handlichkeit für die Benutzer oder wegen der Akzeptanz der neuen Eimer. Denn nicht wenige Passanten ekelten sich davor, erst von Hand einen öffentlichen Mülleimer öffnen zu müssen, um den eigenen Unrat einzuwerfen.

Jetzt, in ihrem nächsten Anlauf, macht die Stadtreinigung ernst. Der Test für diese solarbetriebenen Abfallpressen ist ausserordentlich breit abgestützt. Elf neue Testcontainer von insgesamt sechs Anbietern hat die Stadtreinigung in Basel installiert. Darunter einige an Entsorgungsstationen in Quartieren, wie etwa an der Ecke Feldbergstrasse/Hammerstrasse oder an Orten in der Innenstadt, etwa am Rhein oder auch am Bahnhof.

Der öffentliche Testbetrieb gehört zur Ausschreibung

Ganz wichtig: Die Geräte sollen gleichermassen von Hand und von Fuss bedienbar sein. Das betont auch Dominik Egli, Chef der Basler Stadtreinigung. Tests hätten gezeigt, dass bei gleichwertigem Angebot mehr Leute die Container mit Füssen als mit Händen bedienen wollen.

Zu den Kosten kann sich Egli noch nicht äussern, da es sich um einen Test im Rahmen einer laufenden Ausschreibung handelt. Klar aber ist, dass die Container kommen sollen. Denn der Effizienzgewinn ist enorm: Wegen des gepressten Inhalts werden die Container seltener geleert werden müssen. Je nach Modell kann bei einer Leerung das Vier- bis Achtfache eines gewöhnlichen Containers entsorgt werden.
Der Versuch läuft über zwei Monate. Um trotz Corona-Lockdown ansprechende Resultate zu sammeln, wurden laut Egli Standorte gewählt, wo auch aktuell noch einiges an Abfall anfällt.