Basel

Basler Verkehrskonzept: Die Bewohner der Innenstadt sind enttäuscht

Der Quartierverein «Lääbe in der Innerstadt» kritisiert, dass die Basler Regierung das Verkehrskonzept verschleppt habe. Die Begleitgruppe sei eine Farce gewesen. Dem Gewerbe wirft der Verein Zwängerei vor.

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Die autofreie Innenstadt kommt noch nicht. Auf dem Bild ein Blick auf die Freie Strasse.

Die autofreie Innenstadt kommt noch nicht. Auf dem Bild ein Blick auf die Freie Strasse.

Keystone

Diese Woche haben Sicherheitsdirektor Baschi Dürr (FDP) und Baudirektor Hans-Peter Wessels (SP) bekannt gegeben, dass sie die Umsetzung der autofreien Basler Innenstadt verschieben. In der «Schweiz am Sonntag» übt nun der Quartierverein «Lääbe in der Innerstadt» Kritik.

Die Vorstösse, die zu den weiteren Verzögerungen führten, bezeichnet Quartiervereinspräsidentin Dagmar Vergeat als Zwängerei. Und der Verwaltung wirft sie vor, im Vorfeld unsauber gearbeitet zu haben.

Der Quartierverein kämpft seit seiner Gründung vor 20 Jahren für mehr Fussgängerzonen. Das Verkehrskonzept des Kantons begleitete der Vereinsdelegierte Peter Strub. Er ging davon aus, dass das Sicherheits- und das Baudepartement die Detailfragen von Anfang an gemeinsam mit einer Begleitgruppe klären würden. Strub täuschte sich. Eine Begleitgruppe wurde nicht eingesetzt.

Das für die Umsetzung zuständige Sicherheitsdepartement erarbeitete die Verordnung im Alleingang und publizierte diese im Herbst 2012. In Kraft treten sollte sie am 1. Januar 2013. Strub kritisiert gegenüber der «Schweiz am Sonntag»: «Wir können dieses Vorpreschen des Sicherheitsdepartements bis heute nicht nachvollziehen. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Departementen war sicher nicht optimal.»