Coronamassnahmen

Beide Basel verbieten per sofort Veranstaltungen mit über 1'000 Personen wieder

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden, verbieten die beiden Basel per sofort erneut Grossveranstaltungen. Grund dafür sind die steigenden Fallzahlen.

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Lukas Engelberger, Vorsteher des Basler Gesundheitsdepartements.

Lukas Engelberger, Vorsteher des Basler Gesundheitsdepartements.

Kenneth Nars

Wie der Kanton Basel-Stadt am Mittwoch mitteilt, sind Veranstaltungen mit mehr als 1'000 Personen ab sofort nicht mehr erlaubt. Ziel sei es, dass die Corona-Fallzahlen somit gesenkt werden können.

Mit dem Ansteigen der Fallzahlen erhöhe sich das Risiko eines Superspreader-Anlasses mit weitreichenden Folgen. Es gelte nun, bestehende Interventionssysteme wie das Contact Tracing und die Gesundheitsversorgung, insbesondere in den Spitälern, zu schützen.

Betroffen im Kanton Basel-Stadt sind der FC Basel und eine Kulturveranstaltung

Grossveranstaltungen seien mit den Vorgaben des Bundesrates von Sonntag, 18. Oktober 2020, Menschenansammlungen im öffentlichen Raum von mehr als 15 Personen zu verbieten, kaum mehr vereinbar. Die Schutzkonzepte der Grossveranstaltungen seien zwar wirksam. Kritisch sei hingegen, was vor und nach den Spielen ausserhalb der Stadien oder Veranstaltungslokale passiere.

Das Gesundheitsdepartement wird nach eigenen Angaben bis Ende Jahr keine neuen Bewilligungen für Grossveranstaltungen mit mehr als 1'000 Personen mehr ausstellen. In diesem Punkt zieht auch das Baselbiet mit. Grundsätzlich gilt: Es werden im Kanton Baselland keine Grossveranstaltungen mit über 1'000 Personen bewilligt, welche in der Zeit vom 1. November 2020 bis zum 31. Dezember 2020 stattfinden, so der Kanton. Bereits erteilte Bewilligungen für Grossveranstaltungen im genannten Zeitraum werden widerrufen, heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch.

Die Regierungen der Basel-Stadt, Baselland, Solothurn und Bern haben sich besprochen und versucht, ähnliche Massnahmen zu ergreifen.

Das sind die Massnahmen im Baselbiet

  • Beschränkung der Gäste in Bars und Clubs auf 100 Personen
  • Neben Club- und Barbetreibern müssen auch Veranstalter von Anlässen mit über 50 Personen die Kontaktdaten erheben
  • Ab Donnerstag gilt auch eine Maskentragpflicht für Personen ab 12 Jahren in Kinderbetreuungsstätten, Einrichtungen der schulergänzenden Betreuung sowie im allgemeinen Räumen der Kinder- und Jugendheimen.

Neben den Massnahmen gab die Baselbieter Regierung ausserdem bekannt, dass der Kantonale Krisenstab wieder reaktiviert worden ist. Die Massnahmen treten am Donnerstag, 22. Oktober in Kraft.

Das sind die Massnahmen in Solothurn

  • Beschränkung auf 300 gleichzeitig anwesende Personen in Clubs
  • Sperrstunde in Bars und Club am Freitag und Samstag zwischen 1 und 6 Uhr
  • Sämtliche Restaurants, Clubs und Bars müssen Kontaktdaten erheben
  • Beschränkung auf 50 Personen bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann und keine Schutzmassnahmen ergriffen werden

Solothurn hat die Massnahmen in einer Notverordnung festgehalten, die am 22. Oktober in Kraft tritt und bis am 31. Januar 2021 gilt.

Kanton Aargau erlaubt hingegen Fussballspiel mit über 1'000 Zuschauern

Wie der Kanton Aargau am Mittwoch entschied, darf der FC Aarau Spiele mit über 1000 Zuschauern durchführen. Das dahingehende Gesuch des Fussballclubs hat der Kantonsärztliche Dienst bewilligt. Für die Veranstaltungen gelten strenge Auflagen. Bei veränderter Lage könne die Bewilligung zudem jederzeit widerrufen werden.

Update folgt