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Der Publikumserfolg lässt Architekturmuseum auf Bundesgelder hoffen

2018 schloss das Architekturmuseum mit «einer schwarzen Null» ab, wie Stiftungsratspräsident Samuel Schultze am Donnerstag vor den Medien sagte.

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2018 schloss das Architekturmuseum mit «einer schwarzen Null» ab.

2018 schloss das Architekturmuseum mit «einer schwarzen Null» ab.

Juri Junkov

Der Umsatz lag «etwas höher» als die 1,29 Millionen Franken des Vorjahres und damit auch etwas über dem Budget - der offizielle Jahresabschluss mit exakten Zahlen liegt noch nicht vor. Den positiven Kassenstand verdankt das Haus zum einen seinem Fundraising und seinen Reserven, zum anderen dem Ansturm: Das Plus von gut 20 Prozent der Besucherzahlen sei vor allem der Ausstellung «Bengal Stream» zur Architektur in Bangladesh zu verdanken, sagte Direktor Andreas Ruby.

Jene Ausstellung wurde wegen des Andrangs verlängert und gastiert nach Bordeaux nun im Sommer in Frankfurt. Auch im angelaufenen Jahr hat das S AM Vielfältiges im Visier, darunter eine Ausstellung zu raumplanerischen Aspekten der Architektur und eine zum Fluss-Schwimmen in Städten.

Ausbau statt Kürzungen

Zusätzlich zu den Ausstellungen will das S AM seine Basisarbeit ausbauen, beispielsweise die Vermittlung für Schulkinder. Dies ist ein Teil des Auftrages, der mit den von 80'000 auf 250'000 Franken jährlich bis 2022 erhöhten Kantonsbeiträgen verbunden ist. Ab 2023 hofft das S AM wieder jene Bundesmittel zu bekommen, die 2018 ausgelaufen sind.

Die Durststrecke soll nicht auf die Inhalte drücken, will das Haus doch mit seinem Leistungsausweis für Subventionen vom Bund argumentieren. Schultze ist stolz auf den für Museen unüblich hohen Eigenfinanzierungsgrad von fast 72 Prozent (2017). Ein privates Legat erlaube als «Notgroschen» auch jetzt sorgfältig zu arbeiten.

Das schweizweit einzigartige Architekturmuseum will nicht etwa sparen, sondern ausbauen: Das Ausstellungsbudget liegt derzeit ein Drittel höher als im Vorjahr, für die Vermittlung wird eine zusätzliche Stelle geschaffen, und daneben werden IT und Kommunikation erweitert. Möglich macht das eine Defizitgarantie der Trägerstiftung von 235'000 Franken im 2019 respektive 960'000 Franken über vier Jahre, wie den Regierungsunterlagen zum Subventionsantrag zu entnehmen ist. Diesen hatte das basel-städtische Parlament im Dezember einstimmig bewilligt.

Mehreinnahmen sollen auch Sponsoring, Partnerschaften, Mitgliederbeiträge und Gastspiele seiner Ausstellungen generieren. Die Perspektiven des Architekturmuseums sind auch daher nicht so düster, weil es - anders als das inzwischen geschlossene Schweizer Sportmuseum - in die neue Museumsstrategie des Stadtkantons passt.