3. Generation

Ein halber Erfolg für die Region: 110 Bundes-Millionen für Basler Agglomerationsprogramm

Für den dritten Ausbauschritt im Agglomerationsverkehr ab 2019 soll die Region Basel gemäss Bundesratsbeschluss Beiträge von rund 110 Millionen Franken erhalten. Neu als prioritäres A-Projekt aufgenommen wurde der Vollanschluss Aesch.

Daniel Ballmer
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Mit der dritten Generation des Agglomerationsprogramms sollen im Raum Basel Projekte mit einem Gesamtvolumen von 275,75 Millionen Franken realisiert werden.

Mit der dritten Generation des Agglomerationsprogramms sollen im Raum Basel Projekte mit einem Gesamtvolumen von 275,75 Millionen Franken realisiert werden.

KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

Immerhin. Der Bundesrat hat ein Einsehen mit der Region Basel und will mit der 3. Generation des Agglomerationsprogramms nun doch auch den Vollanschluss Aesch an die A18 zum dringlichen A-Projekt erheben und mit 40 Prozent mitfinanzieren. Insgesamt schlägt die Landesregierung dem Bundesparlament für den Raum Basel Verkehrsprojekte für 110 Millionen Franken vor, wie sie am Freitag bekannt gab. Das ist leicht mehr als noch bei der öffentlichen Vernehmlassung im Januar. Hinzugekommen ist eben der Vollanschluss Aesch.

Das ist auch der Grund, warum sich die Baselbieter Verkehrsdirektorin Sabine Pegoraro «hoch erfreut» zeigt. Wichtigste Projekte sind daneben der A18- Zubringer Dornach/Aesch, das Tram Claragraben, Bushöfe/öV-Drehscheiben in Rheinfelden, Grellingen und Frenkendorf sowie diverse Projekte zur Aufwertung des Strassenraums in beiden Basel, dem Aargau und dem Landkreis Lörrach. Ebenfalls in der dringlichsten Etappe ist ein Investitionspaket mit kommunalen Massnahmen für Fuss- und Veloverkehr mit einem Volumen von 100 Millionen Franken, woran sich der Bund mit 40 Millionen beteiligen will.

Die Region Basel hatte Ende 2016 Projekte von total knapp 600 Millionen Franken für die A-Liste beantragt – davon will der Bundesrat nun also nur gut einen Sechstel berücksichtigen. Kein Gehör hatte er denn auch für eine der Hauptforderungen aus beiden Basel, welche das Entwicklungsgebiet in Basels Norden betrifft: Das rund 30 Hektaren grosse Industrieareal Klybeck wird in den nächsten Jahren für Wohnen und Gewerbe umgenutzt. Dazu sei eine «angemessene Tramerschliessung» sehr wichtig. Das Klybeck-Tram aber wird vom Bundesrat nicht aufgenommen.

Basels Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels habe den Fokus denn auch bereits auf die 4. Programmgeneration gerichtet, die Mitte 2021 zur Prüfung eingereicht wird. Vorangetrieben werden sollen dabei Projekte wie der Zubringer Bachgraben Nordtangente oder die Verlängerung des 8er-Trams bis Läublinpark.