Coronavirus

In Zeiten von Corona: Susanne Leutenegger nutzt Twitter als Instrument

Alt Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer sorgt sich um das Land. Doch mit Social Media geht sie manchmal zu eifrig um.

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Auf Twitter etwas zu eifrig: Susanne Leutenegger Oberholzer.

Auf Twitter etwas zu eifrig: Susanne Leutenegger Oberholzer.

Raphael Hünerfauth

Susanne Leutenegger Oberholzer ist auch nach dem Ende ihrer Karriere als Nationalrätin die gleiche geblieben: Kritisch hakt sie nach, pointiert äussert sie Kritik. Weil der ehemaligen Parlamentarierin nun die Gegenspieler fehlen, ist Twitter zu ihrem Instrument geworden.

Gerade in Zeiten der Krise blüht die Grande Dame der Baselbieter SP auf, gestählt durch Wirtschaftsdebakel wie das Swissair-Grounding. «Die Schweiz hat sich schlecht auf die Pandemie vorbereitet», sagt sie, «dabei hat man diese voraussehen können.» Was SLO, wie sie viele kennen, antreibt, ist die Sorge um das Land. Die Unmittelbarkeit von Social Media verträgt sich in manchen Fällen aber schlecht mit ihrem Eifer.

So war in einem ihrer Tweets von einem Gerücht die Rede, wonach der Bundesrat zu Ostern eine radikale Ausgangssperre durchsetzen wolle. Das sei ein Fehler gewesen, räumt Leutenegger auf Anfrage ein. Der Tweet habe grosse Reaktionen ausgelöst. Und wenig später schrieb sie wiederum auf Twitter: «Keine Gerüchte via Tweets verbreiten, das lehrt mich mein Tweet über eine drohende Ausgangssperre. Danke allen für Hinweis, Kritik und Aufmerksamkeit. Die Folgen der Pandemie treffen und beschäftigen uns alle.»