Stühle

Knatsch um Scotty’s Burger-Beiz beim Joggeli

Der ehemalige FCB-Star Scott Chipperfield darf nicht mehr draussen bestuhlen: Die Sitzmöbel seiner Beiz «Scotty’s Corner» beim St. Jakob-Turm stören das Gastgewerbeinspektorat, denn sie stehen auf Allmend.

Benjamin Rosch
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Scotty und einer seiner Burger.

Scotty und einer seiner Burger.

Kefalas/Keystone

Seit über drei Jahren steht auf der Plattform vor dem Eingang in die Sektoren C und G «Scotty’s Corner». Dort wollte Scott Chipperfield die Fans mit seinen australischen Burgern bewirten. Auch wenn die ehemalige FCB-Legende eher selten in seiner Beiz anzutreffen ist, hat sich die Ecke beim St. Jakob-Turm zu einem Treffpunkt für Fans entwickelt, die dort vor oder nach dem Match einkehren. Nicht nur im Sommer, auch bei den aktuellen Temperaturen sassen auf den Festbänken die Matchbesucher. Damit ist vorderhand Schluss.

«Wir wurden vom Gastgewerbeinspektorat informiert, dass wir keine Tische und Stühle mehr vor dem Imbiss aufstellen dürfen», sagt Andrea Roth, Sprecherin des FC Basel. Denn auch wenn die Burgerbude auf Chipperfields Namen lautet, ist es das Catering des Fussballclubs, das die Ware liefert – sprich Wassermann Company. Burger, Bier und Pommes wirds dennoch auch weiterhin geben. Marc Keller, Sprecher des Baudepartements, sagt auf Anfrage: «Es wurde keinerlei Bewilligung entzogen. Die Ausgabe von Speisen und Getränken wird wie bisher weiterhin stattfinden. Lediglich die Anzahl der Stehtische, die vor «Scotty’s Corner» stehen, müssen definiert werden.» Diese stehen auf Allmend.

Gründe unklar

Offenbar hat sich ein Anwohner des St. Jakob-Turms über den Gastro-Betrieb beschwert, weshalb beim Match gegen Luzern erstmals keine Festbänke vor den Türen von «Scotty’s Corner» standen. «Mir hat das Personal vor Ort gesagt, dass aus Sicherheitsgründen keine Stühle mehr vor dem Burgerstand stehen dürfen – für mich völlig unverständlich», sagt ein Stammgast. Er ärgert sich darüber, dass nach drei Jahren plötzlich Schluss sein soll mit der Festwirtschaft unter freiem Himmel.

Das Gastgewerbeinspektorat macht für seinen Entscheid keine Begründung publik, was gemäss Keller der üblichen Praxis entspricht. Wie lange dieser Zustand anhalten soll, ist unklar. Chipperfield selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar, da er zurzeit in Australien weilt. Sollte dieser Zustand für den Burgerstand weiter gelten, käme der Burgerbrater wohl in Nöte: Im Lokal selbst fehlt Platz für sitzende Gäste.